Update am Morgen: Die doppelte Qual der Wahl

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    Update am Morgen:Die doppelte Qual der Wahl

    von Matthias Fornoff
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    Hessen wählt. Bayern wählt. Und das schon bald. Ein Stimmungstest für Berlin. Dort steigt die Unruhe zurecht, wie das Politbarometer extra zeigt.

    Matthias Fornoff
    Matthias Fornoff

    Guten Morgen,

    in vier Wochen wählen die Bayern und die Hessen ihre Landtage. Zwei große Bundesländer also, das ist schon so eine Art Stimmungstest. Und wie ist die Stimmung? Mau.
    Unsere "Politbarometer Extras" spiegeln den Unmut vieler Wahlberechtigter mit der Politik im Bund, aber auch im jeweiligen Land. In Bayern liegt die CSU demnach klar vorn, wenn auch erneut geschwächt - in Hessen die CDU. Schauen wir auf die Zahlen:
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    Quelle: ZDF

    In Bayern könnten die Freien Wähler trotz oder auch wegen des Skandals um Parteichef Hubert Aiwanger kräftig zulegen. Der ewige Platzhirsch CSU bliebe wohl auch deshalb unter den 40 Prozent, die man sich eigentlich mindestens erwartet. Eine Fortsetzung der Koalition dieser beiden Parteien wünscht sich eine Mehrheit der Befragten.
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    Quelle: ZDF

    In Hessen sehen die Umfragezahlen so aus:
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    Quelle: ZDF

    Die CDU könnte sich demnach aussuchen, ob sie weiter mit den Grünen oder lieber mit der SPD regieren will. Apropos SPD: in Bayern am Rande der Bedeutungslosigkeit, in Hessen keine Augenhöhe mit der CDU. Das könnte ein unerfreulicher Wahlabend werden im Willy-Brandt-Haus.
    Der Versuch, mit der aus Hessen kommenden Bundesinnenministerin Nancy Faeser zu punkten, droht gründlich danebenzugehen. Denn obwohl der Ministerpräsident und sein Stellvertreter eher schwach bewertet werden, kann die SPD-Spitzenkandidatin nicht davon profitieren.
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    Quelle: ZDF

    Kritisch sehen die Hessen nicht nur das Personal, sondern auch mögliche Regierungsbündnisse. Mehrheitlich werden alle abgelehnt.
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    Quelle: ZDF

    Die AfD würde in beiden Ländern (etwas) stärker. Die FDP in der Nähe der Fünf-Prozent-Hürde. Und die Linke klar darunter.
    So viel als erster Ausblick auf die Wahlen. Viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen
    Matthias Fornoff, ZDF-Politikchef

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Neue US-Militärhilfen für die Ukraine: US-Außenminister Blinken beendete seinen zweitägigen Besuch in der Ukraine. Während seiner Reise kündigten die USA neue Militärhilfen an - auch Uran-Munition soll geliefert werden.
    Ukrainisches Militär meldet Fortschritte bei Gegenoffensive: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldet einen "Teilerfolg" nahe der Stadt Bachmut im Osten des Landes sowie Fortschritte beim Vormarsch nach Süden zum Asowschen Meer.
    Unesco stellt 20 Kulturgüter unter besonderen Schutz: Die UN-Kulturorganisation hat 20 Kulturgüter in der Ukraine unter verstärkten vorläufigen Schutz gestellt. Das Komitee verurteilte die "schweren Schäden durch russische Raketenangriffe auf historische Gebäude von kultureller Bedeutung in Lwiw, Odessa und Tschernihiw".
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Heizungsgesetz soll beschlossen werden: Der Bundestag berät heute abschließend über das Gebäudeenergiegesetz und stimmt anschließend über die umstrittene Reform ab. Weitere Beratungen sind nicht vorgesehen. Das bleibt juristisch umstritten.
    Bundestag
    08.09.2023 | 1:42 min
    Bundestag beendet Haushaltsberatungen: Der Bundestag beendet heute seine erste Lesung des Haushalts 2024. Um 9 Uhr geht es um den Etat von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD). Mit geplanten Ausgaben von 171,67 Milliarden Euro ist es der ausgabenstärkste Einzeletat. Anschließend ziehen die Abgeordneten Bilanz nach den viertägigen Beratungen.
    Biden trifft Modi vor G20-Gipfel in Indien: Der US-Präsident will vor dem G20-Gipfel am Wochenende in Neu Delhi den indischen Premier Narendra Modi treffen. Dabei dürfte es vor allem um die Themen Klimawandel, die Rolle der G20, den Ukraine-Krieg gehen. Am Abend reist auch Bundeskanzler Olaf Scholz zum Gipfel.

    Grafik des Tages

    Die Infografik zeigt die Gruppe der 20, zu der 19 Staaten und die Europäische Union gehören. Die Länder sind: Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, China. Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Republik Korea, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika.  Sie repräsentieren etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung. Hauptthemen der Länder sind Handel, Klimawandel, nachhaltige Entwicklung, Gesundheit, Landwirtschaft, Energie, Umwelt und Korruptionsbekämpfung.

    Zahl des Tages

    Weltweit können 86,3 Prozent der Menschen ab 15 Jahren lesen und schreiben. Dabei haben Männer eine Alphabetisierungsrate von 90 Prozent, während Frauen mit 82,7 Prozent nur knapp dahinter liegen. Allerdings ist die Schere zwischen armen und reichen Ländern recht groß. Die Alphabetisierungsrate in Deutschland liegt bei 99 Prozent.

    Ein Lichtblick

    Münzähnliche Goldanhänger, die Teil eines Goldschatzes sind, der im August 2023 von einem Amateurarchäologen auf der Insel Rennesoy in Stavanger gefunden wurde.
    Quelle: AFP

    Ein Norweger hat einen sensationellen Goldschatz aus der Zeit um 500 nach Christus gefunden: Hobby-Archäologe Erlend Bore hat neun Medaillons und Goldperlen entdeckt, die zusammen ein prachtvolles Collier ergeben würden. Außerdem gehören drei goldene Ringe zu dem Schatz. Besonders ist Bores Goldschatz auch wegen des Motivs auf den Medaillons. Es handelt sich um eine Art Pferd aus der nordischen Mythologie.

    Gesagt

    Eine tolerante Gesellschaft entwickelt ihre Menschen weiter und bereichert ihr Leben, indem sie ihre Vielfalt schätzt.

    Queen Elizabeth II.

    Vor einem Jahr, am 8. September 2022, ist Queen Elizabeth II. gestorben. Ihr Sohn Charles bestieg nach ihr den britischen Thron.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden19.06.2024 | 2:05 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Freitag gibt es erneut strahlenden Sonnenschein. Wolken sind eher selten zu sehen. Bei einem im Norden lebhaften Südostwind werden 26 bis 32 Grad erreicht.
    ZDFHeuteWetter vom Freitag 08.09.2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Nicola Frowein
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