Update am Abend: Alle Augen auf die Wahlurnen

    Update

    Update am Abend:Alle Augen auf die Wahlurnen

    Jan Schneider
    von Jan Schneider
    |
    ZDFheute Update

    Guten Abend,

    es steht ein Wahl-Wochenende vor der Tür: Am Sonntag sind in Deutschlands kleinstem Bundesland Bremen 463.000 Wahlberechtigte zur Bürgerschaftswahl aufgerufen. Dem aktuellen ZDF-Politbarometer Extra zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Andreas Bovenschulte von der SPD und Herausforderer Frank Imhoff von der CDU ab.
    Spannend dürfte das Abschneiden der Bürger in Wut (BIW) in Bremen und Bremerhaven werden. Die Partei tritt nur in der Hansestadt an und profitiert offenbar stark davon, dass die AfD diesmal nicht zur Wahl zugelassen wurde.
    Grafik Politbarometer
    Quelle: ZDF

    Noch mehr Augen werden am Sonntag aber auf die Wahlurnen in der Türkei gerichtet sein: Das Land befindet sich nach dem verheerenden Erdbeben im Februar im Ausnahmezustand. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist seit zwei Jahrzehnten an er Macht - und er will es auch bleiben.
    Doch die vielen Probleme lassen seinen Einfluss bröckeln: Das Land leidet unter einer Währungskrise, nach dem Erdbeben mit Zehntausenden Toten wurde Erdogan Versagen im Krisenmanagement vorgeworfen. Sein Herausforderer Kemal Kilicdaroglu lag in letzten Umfragen sogar knapp vor dem Amtsinhaber.
    12.05.2023 | 14:00 min
    Ganz genau wird aber auch noch aus einem anderen Grund auf die Urnen geschaut: Die Opposition fürchtet bei der richtungsweisenden Abstimmung Wahlbetrug und will 300.000 Beobachter in die Wahllokale schicken. Auch gibt es Sorgen vor Protesten wie nach der Präsidentschaftswahl in den USA - gerade wenn das Ergebnis sehr knapp ausfällt.
    Um 19:30 Uhr geht auch ZDFheute live auf Sendung mit der Frage: Endet die Ära Erdogan? Spätestens Sonntagabend wissen wir mehr.
    Die Wahl könnte knapp ausgehen - droht Manipulation? Ein Wahlbeobachter und die ehemalige politische Gefangene Meşale Tolu über die türkische Schicksalswahl bei ZDFheute live.12.05.2023 | 29:32 min

    Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist

    Die Ukraine rückt in Bachmut vor: Söldner-Chef Prigoschin ist alarmiert und befürchtet eine umfassende Einkesselung seiner Truppen - und lädt mit beißendem Spott den russischen Verteidigungsminister in die umkämpfte Stadt ein.
    Selenskyj darf nicht zu ESC-Publikum sprechen: Der ukrainische Präsident darf beim Finale des Eurovision Song Contest nicht mit einer Videobotschaft auftreten. Der ESC sei nicht politisch, so die Organisatoren.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was darüber hinaus wichtig ist

    EVG hält an Warnstreik fest: Im Streit mit der EVG erklärt die Bahn, die Lohnforderungen der Gewerkschaft erfüllt zu haben. Nach einem jetzt abgelaufenen EVG-Ultimatum soll ab Sonntagabend gestreikt werden.
    Wie geht es weiter an den US-Grenzen? In den USA endet die umstrittene Abschiebepraxis "Titel 42". Mit großer Ungewissheit bangen Zehntausende Migranten an der südlichen Grenze zu Mexiko um ihre Zukunft. Die US-Regierung hat 1.500 Soldaten zur Unterstützung der Behörden in die Grenzregion geschickt.
    Polizei zu Ratingen: Einsatzkräfte gezielt angegriffen: Nach der Explosion in einem Hochhaus in Ratingen ist gegen den Verdächtigen Haftbefehl wegen versuchten Mordes in neun Fällen beantragt worden. Es soll sich um eine gezielte Attacke auf die Einsatzkräfte gehandelt haben.

    Zahl des Tages

    Acht Milliarden Jahre. So lange war das Licht der energiereichste bislang bekannte Explosion im Kosmos unterwegs, bis es die Erde erreicht hat. Zunächst dachten die Forscher, es handele sich um eine Supernova oder einen Stern, der in ein Schwarzes Loch stürzt. Weitere Beobachtungen zeigten, dass die Explosion in einer weit entfernten Galaxie stattgefunden hatte. Vermutlich ist eine große Wolke aus molekularem Wasserstoff in ein Schwarzes Loch mit etwa der milliardenfachen Masse unserer Sonne gefallen.

    Weitere Schlagzeilen

    Ein Lichtblick

    Promotion mit 90 Jahren

    Pater Augustin Schmied war von seinem Orden, den Redemptoristen, noch vor Fertigstellung seines Forschungsprojekts Anfang der 1960er Jahre mit anderen Aufgaben in Lehre und Seelsorge betraut worden. Sein Dissertationsprojekt führte er über Jahrzehnte als Buchmanuskript weiter.

    Gesagt

    Vielleicht müssen wir tatsächlich mal darüber nachdenken, ob die Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention so noch funktionieren.

    Jens Spahn, CDU-Politiker

    CDU-Politiker Jens Spahn hat bei "illner" die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention infrage gestellt. In Sachen Einwanderung sprach der frühere Gesundheitsminister von einem "Sog nach Deutschland".
    Wenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.

    Streaming-Tipp für den Feierabend

    Ein Dieb wird unfreiwillig zum Bombenleger, als er die Tasche einer Frau stiehlt und später an einem öffentlichen Platz zurücklässt. Es kommt zu einer Explosion mit mehreren Todesopfern. Der CIA-Agent Sean Briar nimmt die Verfolgung des vermeintlichen Bombenlegers auf und zweifelt schließlich an dessen Schuld. Er macht sich daher auf die Suche nach den wahren Verantwortlichen für den Anschlag und deckt eine Verschwörung auf. Als Vorbereitung für seine Rolle in "Bastille Day" nahm Schauspieler Richard Madden Unterricht bei einem echten Taschendieb namens "Keith the Thief" und lernte auf diesem Wege verschiedene Handtricks und Ablenkungstechniken. (88 min, verfügbar bis 07.06.2023, Altersbeschränkung)

    Genießen Sie Ihren Abend!

    Jan Schneider und das gesamte ZDFheute-Team
    Alles gut? Danke, dass Sie unser ZDFheute Update lesen! Empfehlen Sie das Briefing gerne Ihren Freunden und Bekannten - hier ist der Anmeldungs-Link. Außerdem freuen wir uns weiterhin über Ihr Feedback, was Ihnen besonders gut gefällt und was wir noch besser machen sollten an zdfheute-feedback@zdf.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!