Jetzt sind es nur noch 100 Tage bis zur Bundestagswahl: Wenig Zeit für die Parteien, um den Winter-Wahlkampf vorzubereiten. Auch beim Grünen-Parteitag in Wiesbaden dreht sich seit Freitagnachmittag alles darum, wie sich die Noch-Regierungspartei für die Wahl am 23. Februar aufstellt.
Mit wem die Grünen ins Rennen gehen, ist dagegen klar: Die Delegierten sollen das neue Spitzenduo Franziska Brantner und Felix Banaszak wählen, vor allem aber Wirtschaftsminister Robert Habeck zum Kanzlerkandidaten küren. Oder wie es bei den Grünen heißt: "Kandidat für die Menschen in Deutschland".
Direkt nach seiner erwarteten Kür stellt sich Habeck am Sonntag in der ZDF-Sendung "Was nun?" den Fragen von Chefredakteurin Bettina Schausten und Nachrichtenchefin Anne Gellinek.
Nicht mehr als Grummeln - Scholz bleibt wohl Kandidat
Mit wem die andere Noch-Regierungspartei, die Kanzlerpartei SPD, in den Wahlkampf zieht, ist eigentlich auch klar: Bundeskanzler Olaf Scholz will es nochmal wissen. In der SPD grummelt es zwar, manche halten den beliebten Verteidigungsminister Boris Pistorius für den aussichtsreicheren Kandidaten. Doch Scholz wird anders als US-Präsident Joe Biden nicht freiwillig den Platz frei machen, ist der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke überzeugt:
Man hat den Kanzler bisher nie selbstkritisch erlebt. (…) Solange er nicht zurückzieht, wird Boris Pistorius loyal bleiben und ein Rückzug von Olaf Scholz ist ausgeschlossen. Er wird den Joe Biden nicht machen.
Wäre Deutschland nicht plötzlich im Wahlkampf, hätte heute der zweite Industriegipfel von Scholz sicher für Schlagzeilen gesorgt. So war das Treffen mit Industrieverbänden, Gewerkschaften und ausgewählten Unternehmen nur einer von vielen Terminen auf der politischen Agenda, von dem von Anfang an keine weitreichenden Beschlüsse zu erwarten waren. Schließlich wird Scholz in den 100 Tagen bis zur Wahl nicht mehr viel umsetzen können.
Viel beachtete Trump-Nominierungen
Ganz anders sieht es bei dem Mann aus, der am 20. Januar wieder ins Weiße Haus einziehen wird. Bei Donald Trump fürchtet niemand, dass er in seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident nichts umsetzen könnte. Die Sorge ist, was er umsetzt.
Momentan präsentiert er gerade Tag für Tag neue Namen für sein künftiges Regierungsteam, und jedes Mal sorgen seine Personalentscheidungen mindestens für Verwunderung, bei vielen für Entsetzen - so war es auch heute wieder: Der Impfgegner Robert F. Kennedy Jr. soll Gesundheitsminister werden.
Der 70-jährige Neffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy wollte ursprünglich als unabhängiger Kandidat bei der Präsidentschaftswahl antreten, unterstützte aber schließlich Trump. Und weil der nichts mehr schätzt als Loyalität, wird der bisherige politische Außenseiter nun dafür belohnt. Mal sehen, wen Trump uns morgen beschert.
Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist
Scholz hat mit Putin telefoniert: Nach fast zwei Jahren Funkstille hat Bundeskanzler Olaf Scholz wieder mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. Das Gespräch soll eine Stunde gedauert haben.
"Militär & Macht - die Analyse von ZDFheute": Russland hat in der russischen Grenzregion Kursk eine neue Offensive gestartet. Rund 50.000 Soldaten sollen beteiligt sein, darunter auch mehrere tausend nordkoreanische Soldaten. Im ZDFheute-Podcast "Militär & Macht – die Analyse" ordnen der Militärexperte Fabian Hoffmann und ZDF-Reporter Dara Hassanzadeh die Lage ein.
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