Foto mit Erdogan: Özil kann's nicht lassen

    Wahlkampf in der Türkei:Foto mit Erdogan: Özil kann's nicht lassen

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    Als der Nationalspieler Mesut Özil 2018 mit Erdogan posierte, war die Entrüstung groß. Inzwischen hat Özil seine Karriere als Fußballer beendet. Wahlkampf macht er immer noch.

    Kurz vor der Wahl in der Türkei hat der derzeitige Präsident Erdogan seinen Konkurrenten Kilicdaroglu heftig angegriffen. In Umfragen liegt der Erdogan-Herausforderer zumeist vorn.13.05.2023 | 0:24 min
    Fünf Jahre nach seinem umstrittenen Foto mit Recep Tayyip Erdogan hat der frühere Fußball-Weltmeister Mesut Özil unmittelbar vor der Wahl in der Türkei erneut ein Bild mit dem türkischen Präsidenten veröffentlicht. Auf seinem verifizierten Instagram- und seinem Twitter-Account postete der 34 Jahre alte Weltmeister von 2014 in der Nacht zu Samstag ein Foto, auf dem er dem ernst schauenden Erdogan lächelnd die Hand drückt; Özil schrieb dazu: "Wir sind immer bei Ihnen, Herr Präsident." Auf Instagram postete er noch ein weiteres Bild mit Erdogan.
    Tweet von Mesut Özil
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    Am Sonntag wird in der Türkei gewählt. Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu liegt in den meisten Umfragen vorn, es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf Rennen ab.

    Angst vor Autokratie unter Erdogan

    Erdogan ist seit 2014 Präsident und hat seit der Einführung eines Präsidialsystems 2018 so viel Macht wie nie zuvor. Er kann weitgehend am Parlament vorbei regieren. Kritiker befürchten, dass das Land mit rund 85 Millionen Einwohnern vollends in die Autokratie abgleiten könnte, sollte Erdogan erneut gewinnen. Die Opposition will zum parlamentarischen System zurückkehren.
    Bei seinem geräuschvollen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 hatte Özil die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes massiv kritisiert. Vor der Endrunde war der gebürtige Gelsenkirchener selbst wegen seiner Fotos mit dem türkischen Staatschef Erdogan kritisiert worden. Der 92-malige deutsche Nationalspieler, der zuletzt in der Türkei bei Basaksehir Istanbul aktiv war, hatte seine Karriere vor knapp zwei Monaten offiziell beendet.

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