Sieg zum Einstand für Wück:DFB-Frauen feiern 4:3-Erfolg in England
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Prestigesieg für die deutschen Fußballerinnen, toller Start für Bundestrainer Christian Wück: In einem spektakulären Spiel gewinnen die DFB-Frauen in England mit 4:3.
Die deutschen Fußballerinnen führen im ersten Spiel unter Bundestrainer Wück in England schnell mit 3:0. Am Ende wird es bei dem Sieben-Tore-Spektakel in Wembley aber knapp.25.10.2024 | 8:15 min
Dank einer furiosen Anfangsphase hat Neu-Bundestrainer Christian Wück im Londoner Wembley-Stadion einen Einstand nach Maß als Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen gefeiert.
Das Spiel heute haben die Spielerinnen alleine gewonnen. Es wäre falsch, alles auf den neuen Trainer zu schieben.
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Bundestrainer Christian Wück
Gwinn mit schnellem Doppelpack
Beim 4:3 (3:2) im Testspiel-Spektakel gegen Europameister England schossen Kapitänin Giulia Gwinn (4. Minute, Foulelfmeter/11.) und Klara Bühl (29.) die deutschen Fußballerinnen nach nicht einmal einer halben Stunde 3:0 in Führung. Sara Däbritz (72., Foulelfmeter) besiegelte den Wembley-Wahnsinn.
Für die Gastgeberinnen waren vor 47.967 Zuschauern Bayerns Georgia Stanway (33., Foulelfmeter, 36.) und Lucy Bronze (81.) erfolgreich.
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Elfmetergeschenk der Engländerinnen
Wück musste in der Londoner Fußball-Kathedrale nicht lange auf den ersten Knalleffekt warten. Schon nach zwei Minuten bekam seine Mannschaft durch einen Abspielfehler der englischen Kapitänin Leah Williamson einen Foulelfmeter quasi geschenkt - Gwinn verwandelte sicher unten links.
Damit hatte sich auch Wücks erste Personalentscheidung früh ausgezahlt. Denn Debütantin Giovanna Hoffmann (RB Leipzig), die den Pass auf die gefoulte Linda Dallmann spielte, hatte der Bundestrainer nach den kurzfristigen Sturm-Ausfällen von Lea Schüller und Laura Freigang mehr oder weniger aus der Not aufgestellt.
Bei DFB-Frauen klappt zunächst alles
Wück im Glück - das setzte sich im Kampf um die EM-Revanche an selber Stelle (1:2 n.V.) zunächst fort und fort und fort. Dem vermeintlichen 1:1 durch Alessia Russo (10.) ging eine Abseitsstellung voraus, es zählte nicht. Dann spielte Klara Bühl einen präzisen Seitenwechsel auf Gwinn, die aus 14 Metern an den Innenpfosten und zum 0:2 einschoss (11.).
Es blieb hochklassig und spektakulär, unmittelbar folgte ein englischer Pfostentreffer durch Russo (13.): Der Nachfolger von Horst Hrubesch erlebte wahrlich keine ruhigen ersten Bundestrainer-Minuten, aber erfolgreiche.
Bühl stellt sogar auf 3:0
Die Rücktritte der langjährigen Kapitänin Alexandra Popp, von Abwehrchefin Marina Hegering und Torhüterin Merle Frohms hätten das gesamte Gebilde der Olympiadritten ins Wanken bringen können, aber so kam es nicht. Im Gegenteil: Bühl erzielte sogar das dritte Tor (29.), sie traf nach einem Haken trocken ins kurze Eck.
Die Freude im DFB-Lager währte jedoch nur so lange, bis Gwinn mit der Hand im Grätschen unglücklich einen Elfmeter verursachte. Ihre Bayern-Teamkollegin Georgia Stanway ließ Ann-Katrin Berger keine Chance und holte England in ein überragendes Spiel zurück: Sie traf gleich noch einmal (33./36.).
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Noch Probleme in der deutschen Defensive
Nicht nur bei einem katastrophalen Fehlpass von Sara Doorsoun (39.) fiel mehr und mehr auf, dass die Abstimmung in der deutschen Defensive nicht stimmte. Doch immer wieder gab es offensive Glanzpunkte wie Linda Dallmanns 30-Meter-Schuss an die Querlatte (45.+4) oder Jule Brands aberkanntes Tor (51.).
Deutschland erwartete England tiefer, nahm dem Spiel der Gegnerinnen dadurch die Schnelligkeit und konterte über Brand (59.) oder Bühl (61.) selbst stark (59.) - allerdings ohne das vierte Tor.
Däbritz mit Vorentscheidung vom Punkt
Das kam, als Sara Däbritz (72.) als Ersatzschützin für die inzwischen ausgewechselte Gwinn einen weiteren Elfmeter verwandelte. Russo hatte Pia-Sophie Wolter gefoult. Danach ließ Berger einen harmlosen Ball durch ihre Hände gleiten und ermöglichte Lucy Bronze das 3:4 (81.).
Wücks nächster Prüfstein folgt am Montag (18:10 Uhr live im ZDF), wenn Popp in Duisburg ihr Abschiedsspiel gegen Australien bestreitet.
Quelle: Reuters
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