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aj - die doku: Winter is coming (6/6)

Die Angst zu verhungern

von Anna Warsberg und Susann von Lojewski

Auch der globale Süden bekommt die Auswirkungen des Ukraine-Krieges zu spüren. Insbesondere blockierte Handelsrouten für Getreide und unbezahlbare Weizen-Importe treffen die Menschen hart. Bei vielen geht es ums nackte Überleben.

Videolänge:
13 min
Datum:
27.10.2022
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.10.2026

In Tunesien steigen die Preise für Lebensmittel immer weiter. Das tunesische Volk kann sich kein Essen mehr leisten. Fleisch und Importprodukte sind zur Luxusware geworden. Auch Mehl, Öl und Zucker sind zu teuer geworden. Der Brotpreis wird trotz Inflation von der Regierung festgelegt. Dadurch kann sich die Bevölkerung zumindest Brot kaufen. Jedoch leiden die Bäcker unter dieser Regelung. Denn: Die Subventionen vom Staat bleiben aus. Somit können sie ihre Ausgaben nicht mehr mit dem Brotpreis abdecken. Auch auf dem Land ist die Inflation zu spüren. Dort fehlen Dünge- und Futtermittel. Die Bauern sind verzweifelt, sie wissen nicht, wie es weitergehen soll.  

Tunesien hat bisher 60 bis 80 Prozent seines Weich-Weizens aus der Ukraine und Russland importiert. Das verschuldete Land hofft nun auf Hilfe von der EU oder der Weltbank. Sonst droht der wirtschaftliche Kollaps. Wie die Menschen in Tunesien in die Zukunft blicken, berichtet ZDF-Korrespondentin Anna Warsberg. 

Die Lebensmittelpreise steigen auch im Südsudan. Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land ist abhängig von Hilfslieferungen anderer Staaten. Zunächst konnte kein Weizen mehr geliefert werden, nun fallen auch andere Lebensmittel weg. Durch anhaltenden Regen und Ernteausfälle spitzt sich die Lage noch weiter zu. Nach UN-Angaben ist bereits heute mehr als die Hälfte der Bevölkerung mangelernährt.

Darüber hinaus sind auch Spenden aus dem Ausland stark zurückgegangen. Normalerweise helfen Hilfsorganisationen und NGOs bei der Finanzierung von Nahrungsmitteln. Sie unterstützen auch Einrichtungen wie Krankenhäuser. Jetzt liegt die Aufmerksamkeit der Spenderinnen und Spender auf der Ukraine. Die Hungerkrise belastet den ohnehin schon geschwächten Südsudan daher umso mehr. Selbst 7.000 Kilometer von Kiew entfernt hinterlässt der Ukraine-Krieg seine Spuren. ZDF-Korrespondentin Susann von Lojewski hat sich ein Bild von der dramatischen Lage im Südsudan gemacht.

Was macht der Ukraine-Krieg mit uns und der Welt? Menschen und Staaten blicken mit großer Sorge auf den kommenden Winter – nicht nur wegen der kalten Temperaturen. Das ZDF auslandsjournal berichtet darüber in der Dokumentations-Reihe „Winter is coming“ – Korrespondentinnen und Korrespondenten aus der ganzen Welt zeigen, wie dieser Krieg in Europa scheinbar alles verändert.

Alle Teile

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