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10 Jahre Fukushima: Was das Unglück verändert hat

Vor 10 Jahren kam es in Japan zu einem Erdbeben, einem Tsunami und einem Atomunfall. Erfahrt hier, was damals genau passiert ist und was sich in Deutschland durch das Unglück verändert hat.

Datum:

Es war ein ganz normaler Freitagnachmittag, als am 11. März 2011 um 14.46 Uhr ein Erdbeben mit der Stärke 9,0 die Nordostküste Japans erschütterte. Das Zentrum des Bebens lag 130 Kilometer weit weg im Pazifischen Ozean. Doch die Erdstöße waren bis auf das japanische Festland sehr stark zu spüren.

Ein junges Mädchen kniet auf einem Boden, der vollgestellt ist mit Teelichtern. Die Lichter sollen den Opfern der Katastrophe vor 10 Jahren in Fukushima gedenken
Zehn Jahre nach dem Unglück in Japan wird der Opfern gedacht.
Quelle: reuters

Wenn ihr euch lieber in einem Video anschauen möchtet, was damals passiert ist, dann könnt ihr das hier tun:

Beben löste einen Tsunami aus

Fukushima 4
Bei dem Unglück wurde viel zerstört.
Quelle: ZDF

Das Erdbeben löste eine Flutwelle aus, einen sogenannten Tsunami. Die mehrere Meter hohe Riesenwelle riss alles mit sich und richtete große Zerstörung an: Hunderttausende Häuser stürzten ein und rund eine halbe Million Menschen verloren ihr Zuhause. Etwa 20.000 Menschen sind dabei gestorben.

Atomkraftwerk beschädigt

Der Tsunami zerstörte allerdings nicht nur Wohnhäuser. Er traf auch das Atomkraftwerk Fukushima - und zwar so stark, dass es schwer beschädigt wurde. Im Atomkraftwerk kam es zu einigen Explosionen und radioaktive Strahlung gelangte in die Umwelt.

Rauch steigt über dem japanischen Katastrophen-Kernkraftwerk Fukushima Daiichi auf. Vor zehn Jahren am 11.03.2011 verursachten ein Erdbeben und ein Tsunami einen Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima.
Rauch steigt über dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima auf. (Archivbild)
Quelle: TEPCO/EPA/dpa

Die Strahlung ist für Menschen und Tiere sehr gefährlich, denn sie bleibt für lange Zeit in Luft, Böden und Wasser. Sie kann krank machen und man kann sogar daran sterben. Deswegen mussten hunderttausende Menschen nach der Katastrophe auch ihre Heimat verlassen. Sie wurden damals in Notunterkünften untergebracht.

Wie es den Menschen heute geht

Heute, zehn Jahre später, sind manche Orte wieder aufgebaut und die Menschen dort können ein normales Leben führen. Aber nicht alle. Große Teile der Region wirken noch immer wie ausgestorben. Bis die japanische Region Fukushima wieder komplett frei von der gefährlichen radioaktiven Strahlung ist, kann es noch mehrere hundert Jahre dauern.

Welche Folgen das Unglück für Deutschland hatte

Viele Menschen befürchteten nach dem Unfall im Atomkraftwerk Fukushima, dass so etwas auch in Deutschland passieren könnte. Deutsche Politikerinnen und Politiker sorgten deswegen dafür, dass Deutschland schnell anfing, seine Atomkraftwerke abzuschalten. Nächstes Jahr soll in Deutschland dann gar kein Atomstrom mehr erzeugt werden. Aber damit ist es noch nicht getan.

Jahrelang ist bei der Stromproduktion in Deutschland viel Müll entstanden - sogenannter Atommüll. Der ist gefährlich und kann nicht einfach in irgendeiner Tonne landen. Es muss ein Endlager her! Und wo das sein soll, darüber gibt es ziemlich viel Streit.

Warum andere Länder ihre Atomkraftwerke nicht abschalten

Während Deutschland nach dem Unglück in Fukushima schnell entschieden hat, Atomkraftwerke abzuschalten, laufen sie in anderen Ländern weiterhin. Das hat mehrere Gründe. Zum Beispiel, weil Atomkraftwerke im Gegensatz zu Kohlekraftwerken kein klimaschädliches CO2 in die Luft pusten. Weitere Gründe erfahrt ihr in diesem Video:

Bei den vielen Diskussionen um Atomkraft und Kohlekraft geht es immer wieder um eine Frage: Wie kann Strom erzeugt werden, der sicher, klimafreundlich und günstig ist? Denn ohne Strom, klar, geht es nicht! Immer häufiger ist dabei die Rede von Erneuerbaren Energien. Klingt komplizierter als es ist. Damit sind Wege gemeint, wie Strom - also Energie - umweltfreundlicher erzeugt werden kann. Hier erfahrt ihr mehr darüber:

Windräder

logo! - Erneuerbare Energien 

Energie lässt sich auf verschiedenen Wegen erzeugen.

ZDFtivi

Diesen Text haben Katrin H. und Teresa geschrieben

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