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Was ist die Strategie des Westens?

Die Nato sichert der Ukraine weitere militärische Hilfe zu. Aber glaubt das Bündnis noch an einen Sieg des Landes gegen Russland? ZDFheute live analysiert die aktuelle Strategie.

Videolänge:
31 min
Datum:
29.11.2023
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.11.2024

Nato-Treffen in Brüssel und Ukraine-Hilfen - Was passiert bei ZDFheute live?

Die USA und die anderen Nato-Länder haben der Ukraine weitere militärische sowie zivile Hilfe im russischen Angriffskrieg zugesagt. US-Außenminister Antony Blinken sieht bei den Nato-Staaten keine Ermüdungserscheinungen in der Unterstützung der Ukraine. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigte das transatlantische Bündnis, die Hilfe werde "so lange wie nötig" dauern.  

Nach Einschätzung der Nato hat die Zahl der in der Ukraine getöteten oder verwundeten russischen Soldaten die Marke von 300.000 überschritten.

Militärisch hat Russland einen erheblichen Teil seiner konventionellen Streitkräfte verloren.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

Dazu gehörten auch Hunderte Flugzeuge und Tausende Panzer. Zugleich warnte Stoltenberg davor, große Hoffnungen darauf zu setzen, dass die Verluste zu einem schnellen Ende des Kriegs in der Ukraine führen.

Stoltenberg betont Erfolge der Ukraine

Wie viele der russischen Opfer nach Einschätzung der Nato Tote sind, sagte Stoltenberg nicht. Auch zu Verlusten auf ukrainischer Seite gab es keine Angaben. Stoltenberg betonte stattdessen die Erfolge des Landes im Abwehrkampf gegen die Invasoren aus Russland. 

Mittlerweile habe das Land 50 Prozent des ursprünglich von Russland besetzten Territoriums zurückerobert. Zudem sei im Schwarzen Meer die russische Flotte zurückgedrängt worden, was die Einrichtung von Routen für den Getreideexport ermöglicht hätte.

Intensive russische Angriffe auf Awdijiwka

Allerdings hat Russland ukrainischen Angaben zufolge seine Angriffe auf die ostukrainische Stadt Awdijiwka intensiviert. Den Angaben zufolge führten die russischen Streitkräfte fast 20 Luftangriffe aus und feuerten vier Raketen sowie mehr als tausend Artilleriegeschosse ab. 

Was können die Hilfen der Nato tatsächlich noch für die Ukraine bewirken? Ist die Hilfe ausreichend oder gewinnt Russland langsam die Oberhand? Wie geschlossen tritt die Nato auf und gibt es Zweifel an einem Sieg der Ukraine? Darüber diskutiert ZDFheute live mit den ZDF-Korrespondenten Florian Neuhann und Elmar Theveßen sowie mit dem CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter.

Appell zur Unterstützung auf dem Nato-Treffen

Wegen Befürchtungen insbesondere die USA könnten ihre Hilfen für die Ukraine verkleinern, appellierte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba an die Nato-Verbündeten. Aber nicht nur er rief zu weiterer militärischer Unterstützung auf.  

Das aktuelle Level des westlichen Supports reicht leider nicht aus.
Finnische Außenministerin Elina Valtonen

Auch Nato-Generalsekretär Stoltenberg wies auf die Wichtigkeit weiterer Militärhilfe hin. 

Was macht der Westen tatsächlich? 

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, hat die Nato der Ukraine rund 100 Milliarden Euro militärische Unterstützung zugesichert. Etwa die Hälfte kommt dabei aus den USA.  

Das US-Außenministerium gibt an, seit Februar 2022 umgerechnet rund 40,3 Milliarden Euro in die militärische Unterstützung der Ukraine investiert zu haben. Die andere Hälfte der Nato-Hilfeleistungen kam von europäischen Alliierten sowie Kanada. 

Die militärischen Unterstützungsleistungen Deutschlands belaufen sich laut Bundesregierung auf rund 5,4 Milliarden Euro für das Jahr 2023 sowie rund 10,5 Milliarden Euro für die Folgejahre. Außenministerin Annalena Baerbock forderte auf dem Nato-Gipfel in Brüssel außerdem ein "Winterschutzschild".

Ukrainische Soldaten üben an einem Panzer während einer militärischen Ausbildung, aufgenommen am 06.12.2023
Liveblog

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.

Mit Material von dpa, AFP und Reuters

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