Update am Morgen: Prima Klima?

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    Update am Morgen:Prima Klima?

    von Matthias Fornoff
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    Matthias Fornoff

    Guten Morgen,

    weltweit werden heute Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straßen gehen. Allein in Deutschland soll es mehr als 200 Aktionen geben. Es ist der Versuch, ein Thema in den Mittelpunkt zu stellen, das immer wieder Gefahr läuft, angesichts aktueller Krisen klein geredet oder verdrängt zu werden. Aber bringt das was?
    Im aktuellen Politbarometer ist eine große Mehrheit davon überzeugt, dass die Proteste nicht dazu führen werden, dass die Politik mehr für den Klimaschutz tut.
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    Quelle: ZDF

    Dass die Bundesregierung mehr tun müsste, findet etwa jeder Zweite. Interessant ist dabei die Altersverteilung: Je jünger die Befragten, desto deutlicher die Überzeugung, dass zu wenig getan wird.
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    Quelle: ZDF

    Und weil längst nicht nur in Deutschland der Klimaschutz anderen Zielen untergeordnet wird (Stichworte: Energiesicherheit, Wachstum etc.), erwarten etwa drei Viertel der Befragten, dass es der Welt nicht gelingen wird, den Klimawandel zu stoppen.
    Grafik
    Quelle: ZDF

    Wenn dem so ist, ist das eine schlechte Nachricht. Hochwasser, Stürme, Hitze, Dürre, Brände: Die Liste der erwartbaren Katastrophen ist lang, sagen die allermeisten Wissenschaftler.
    Wir Menschen neigen dazu, uns Krisen erst zu stellen, wenn sie da sind. Greifbar. Unmittelbar bedrohend. Der Klimawandel und seine Folgen kommen dagegen schleichend. Wegzusehen ist für die meisten von uns (noch) möglich.
    Deshalb ist es richtig, für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Sogar dann, wenn die Befragten im Politbarometer recht behalten und Politik sich allein dadurch nicht grundlegend ändert. Jedenfalls nicht sofort.
    Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen
    Matthias Fornoff, ZDF Politik-Chef

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Laut Kiew weitere Angriffe bei Bachmut abgewehrt: Die Stadt bleibt umkämpft, nach eigenen Angaben wehrt die Ukraine weitere Angriffe ab. Die russische Wagner-Gruppe sieht sich dagegen auf dem Vormarsch.
    Blinken redet mit Lawrow: Kurz und unerwartet: Erstmals seit dem Ukraine-Krieg haben sich US-Außenminister Blinken und Russlands Außenminister Lawrow getroffen. Ihre Themen: Atomwaffen und der Krieg.
    Lula telefoniert mit Selenskyj: Brasiliens Präsident Lula da Silva erklärt auf Twitter nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, er wolle andere Länder ermutigen, sich an Friedensgesprächen zur Beendigung des Konflikts zu beteiligen.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Warnstreiks im Nahverkehr: Wegen Warnstreiks müssen sich Nutzer von Bussen und Bahnen am Freitag vielerorts auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Verdi will damit den Druck in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes erhöhen.
    Scholz zu Besuch im Weißen Haus: Der Bundeskanzler wird von US-Präsident Joe Biden empfangen. Für den SPD-Politiker ist es schon der zweite Besuch in Washington seit Beginn seiner Amtszeit. Zentrales Thema der Gespräche in Washington wird der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sein. Dabei dürfte es um weitere Hilfen für Kiew, womöglich aber auch um Chinas wachsende Bedeutung im Ukraine-Krieg gehen. 
    Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis und zur allgemeinen Corona-Lage in Deutschland.

    Ausführlich informiert

    ZDFheute live: Die Krisen häufen sich, die Katastrophengefahr steigt. Ist Deutschland dafür gewappnet? ZDFheute live hat mit den Katastrophenforschern Serafine Dinkel und Martin Voss gesprochen.
    maybrit illner: Unter dem Titel "Friedensverhandlungen jetzt - naiv oder notwendig?" diskutierten die SPD-Vorsitzende Saskia Esken und die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, mit der Deutsch-Ukrainerin Marina Weisband, der Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff und dem ehemaligen Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.

    Zahl des Tages

    29.780. So viele Menschen waren 2021 aufgrund von Taubheit als schwerbehindert anerkannt. Da keine Meldepflicht bei Schwerbehinderungen besteht, wird davon ausgegangen, dass die reale Anzahl der betroffenen Personen in Deutschland höher liegt. Heute ist der "Welttag des Hörens" der Weltgesundheitsorganisation WHO, um Taubheit und Gehörverlust vorzubeugen. 

    Gesagt

    Ich bin wortwörtlich zusammengesunken und saß weinend auf dem Boden.

    Jan, von postpartaler Depression betroffen

    Auch Väter können nach der Geburt ihres Kindes psychisch erkranken. Bei einer postpartalen Depression kann das Hormon Testosteron eine Rolle spielen. Ein Betroffener hat uns seine Geschichte erzählt.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden16.04.2024 | 1:48 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Freitag scheint zwischen Main und Donau die Sonne. Sonst halten sich Nebel und Hochnebel anfangs zäh, später gewinnt die Sonne die Oberhand. In den Alpen fallen ein paar Schneeflocken. Der Wind kommt aus nördlichen und westlichen Richtungen, an der Nordsee frischt er am Abend deutlich auf. Die Temperatur erreicht 3 bis 11 Grad.
    Wettervorhersagefür den 3. März 2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Jan Schneider
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