London: Moskau will Wagner mit neuer Söldner-Truppe ersetzen

    Britischer Geheimdienst:London: Moskau will Wagner-Truppe ersetzen

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    Der britische Geheimdienst rechnet damit, dass Moskau weitere Söldner-Truppen für den Krieg gegen die Ukraine aufbaut. Die Wagner-Gruppe soll offenbar ersetzt werden.

    Ein Mitglied der Wagner-Gruppe fährt in einem Auto in der Nähe der Stadt Bachmut
    Ein Mitglied der Wagner-Gruppe fährt in einem Auto in der Nähe der umkämpften Stadt Bachmut.
    Quelle: imago/SNA

    Russland plant nach Informationen britischer Geheimdienste den Aufbau weiterer Söldner-Truppen für den Krieg gegen die Ukraine. Ziel sei, die Wagner-Gruppe in ihrer "bedeutenden" Rolle zu ersetzen, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.
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    Die militärische Führung Russlands wolle wegen der "hochkarätigen Fehde" zwischen dem Verteidigungsministerium und Wagner eine Privatarmee, die sie besser kontrollieren könne. "Allerdings erreicht derzeit keine andere bekannte russische Privatarmee die Größe oder Kampfkraft von Wagner", hieß es.

    London: Private Söldner effizienter als reguläre Armee

    Zuvor hatte der Wagner-Chef, Jewgeni Prigoschin, erklärt, dass das Verwaltungszentrum der seit monaten umkämpften Stadt Bachmut "rechtlich" eingenommen zu haben. Die Führung in Kiew hatte das zurückgewiesen.
    Grundsätzlich findet Russland den Einsatz privater Söldner in der Ukraine dem britischen Ministerium zufolge nützlich. Diese würden besser bezahlt und seien effizienter als die reguläre Armee.

    Die Söldnergruppe "Wagner" wird von Jewgeni Prigoschin angeführt. Neben der Ukraine soll es auch in Syrien, in der Zentralafrikanischen Republik, im Sudan, in Somalia und in Mali "Wagner"-Einsätze geben. Wagner-Leute werden der Tötung, Vergewaltigung und Folter von Menschen verdächtigt - auch in den Vororten von Kiew im Ukraine-Krieg. In Afrika bringen Experten Prigoschin mit Gold- und Diamantenminen in Verbindung.

    Zudem habe die russische Führung vermutlich den Eindruck, dass Verluste der privaten Truppen von der Gesellschaft eher toleriert würden als tote und verwundete reguläre Soldaten, hieß es in London.
    Jewgeni Prigoschin
    Jewgeni Prigoschin verkaufte einst Hot-Dogs, inzwischen ist er Chef der russischen Söldner-Gruppe Wagner. In Russland ist er populär, für Putin wichtig - oder doch gefährlich?22.02.2023 | 15:54 min

    Tägliche Updates der Briten zum Kriegsverlauf

    Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine veröffentlicht das britische Verteidigungsministerium täglich Updates zum Kriegsverlauf. Unter Berufung auf Geheimdienstinformationen will die britische Regierung damit sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.
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    Quelle: dpa
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