Europawahl 2024: Termin, Kandidaten und mehr im Überblick

    FAQ

    Termin, Ablauf, Kandidaten:Was man zur Europawahl 2024 wissen muss

    von Torben Heine
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    Am 9. Juni wird ein neues EU-Parlament gewählt. Wer zur Wahl steht, wie die Stimmabgabe in Deutschland abläuft und wer überhaupt wählen darf. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

    Was steht an im Wahljahr 2024?
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    Alle fünf Jahre wird in der Europäischen Union ein neues Parlament gewählt. Nach der letzten Europawahl 2019 ist es in diesem Jahr wieder so weit. EU-Bürgerinnen und -Bürger können ihr Kreuz machen.

    Wann findet die Europawahl 2024 statt?

    Der Wahltag bei der Europawahl in Deutschland ist in diesem Jahr Sonntag, der 9. Juni. In manchen EU-Ländern wird bereits wenige Tage vorher gewählt, etwa in den Niederlanden oder in Tschechien.

    An welchen Tagen in der EU gewählt wird





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    Worum geht es bei der Europawahl?

    Gewählt wird ein neues Europäisches Parlament. Das Parlament wirkt entscheidend an EU-Gesetzen mit, bestimmt den Haushalt der Europäischen Union mit und kontrolliert außerdem die anderen EU-Organe wie Kommission und Rat.
    Wie schon bei der vergangenen Europawahl werden bei der diesjährigen Wahl 96 Europaabgeordnete in Deutschland gewählt. Mit ihrer Stimmabgabe haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die europäische Politik unmittelbar zu beeinflussen - kein anderes EU-Organ wird direkt gewählt.
    Zu sehen ist eine Karte der EU, mit aktuell 27 Mitgliedern und 9 Beitrittskandidaten.
    Die EU hat aktuell 27 Mitglieder und neun Beitrittskandidaten.

    Wie wird gewählt?

    In der EU wird seit 20 Jahren einheitlich nach dem Verhältniswahlrecht gewählt. Das bedeutet ganz einfach: Je mehr Wählerinnen und Wähler ihre Stimme einer Partei geben, desto mehr Europaabgeordnete schickt diese ins Europäische Parlament. Das genaue Wahlsystem wird allerdings von den Mitgliedsstaaten unterschiedlich geregelt. In Deutschland wird auf Basis von Listenwahlvorschlägen der Parteien gewählt.
    Die Stimme können Wählerinnen und Wähler dabei entweder im Wahllokal oder per Briefwahl abgeben. In welches Wahllokal man gehen muss, steht auf der Wahlbenachrichtigung, die per Post kommt und zum Wahltag mitgebracht werden sollte. Für die Briefwahl muss bis spätestens Freitag, 7. Juni, ein Wahlschein beantragt werden, dann kommen die Wahlunterlagen per Post. Online gewählt werden kann in Deutschland bei der Europawahl nicht.
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    Wer steht zur Wahl?

    Deutsche Parteien und andere politische Vereinigungen haben Wahlvorschläge für die Europawahl 2024 eingereicht - in Form einer Bundesliste oder einzelner Landeslisten. Einzelne Personen können nicht kandidieren. Bis zum 22. April entscheidet die Bundeswahlleiterin über die Zulassung der Listen. Dann stehen alle Kandidatinnen und Kandidaten der einzelnen Parteien fest.
    Im Gegensatz zu Bundes- und Landtagswahlen in Deutschland gibt es bei Europawahlen seit zehn Jahren keine Sperrklausel mehr. Parteien müssen also keine bestimmte Prozenthürde mehr erreichen, um überhaupt Abgeordnete nach Straßburg entsenden zu können.
    Schon lange vor der Veröffentlichung der Wahllisten haben sich die meisten Parteien auf Spitzenkandidaten festgelegt, die die jeweiligen Listen anführen. Prominente Gesichter sollen bereits jetzt Wählerinnen und Wähler überzeugen. Eine Besonderheit gibt es bei den Unionsparteien CDU und CSU: Erstere tritt in 15 Bundesländern - in allen außer in Bayern - an, letztere dagegen nur in Bayern. Weil die CDU somit keine Bundes-, sondern nur Landeslisten hat, steht ihre Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen auf keinem Wahlzettel.

    • CDU: Ursula von der Leyen
    • CSU: Manfred Weber
    • Bündnis 90/Die Grünen: Terry Reintke
    • SPD: Katharina Barley
    • AfD: Maximilian Krah
    • Die Linke: Carola Rackete und Martin Schirdewan
    • FDP: Marie-Agnes Strack-Zimmermann
    • Die Partei: Martin Sonneborn und Sibylle Berg
    • Freie Wähler: Christine Singer
    • Tierschutzpartei: Sebastian Everding, Aída Spiegeler Castañeda und Robert Gabel
    • ÖDP: Manuela Ripa
    • Familienpartei: Helmut Geuking
    • Volt: Damian Boeselager, Nela Riehl, Kai Tegethoff und Rebekka Müller
    • Piratenpartei: Anja Hirschel
    • Bündnis Sahra Wagenknecht: Fabio di Masi und Thomas Geisel

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    Wer darf wählen bei der Europawahl?

    In Deutschland besteht keine Wahlpflicht, der Urnengang ist freiwillig. Im Gegensatz zur Bundestagswahl, bei der nur Volljährige wählen dürfen, kann man in Deutschland bei Europawahlen sogar schon ab dem 16. Geburtstag seine Stimme abgeben. Das ist EU-weit eine Besonderheit: Neben Deutschland dürfen unter 18-Jährige nur in Österreich, Malta, Griechenland und auf Antrag in Belgien an der Wahl teilnehmen.
    Wahlberechtigt in Deutschland ist nur, wer eine deutsche oder eine andere EU-Staatsbürgerschaft hat, seinen Wohnsitz in Deutschland hat und sich außerdem seit mindestens drei Monaten in der EU aufhält. Zudem muss man in das Wählerverzeichnis eingetragen sein. Das geschieht bei Menschen, die in Deutschland gemeldet sind, in der Regel automatisch.

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