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30 Jahre KinderHilfe Philippinen

Gründer Jürgen Scheidt blickt zurück

Seit drei Jahrzehnten leistet der auf eine Initiative von ZDF-Kolleginnen und -Kollegen zurückgehende karitative Verein erfolgreiche Hilfe für Kinder und Jugendliche in Not. Gründer Jürgen Schneidt blickt aus diesem Anlass auf das geleistete zurück.

Porträt Jürgen Schneidt, Gründer der Kinderhilfe Philippinen e.V.
Gründervater Jürgen Schneidt Quelle: ZDF

Seit 30 Jahren besteht sie nun, die von ZDF-Kolleginnen und -Kollegen initiierte KinderHilfe Philippinen. Am 19. März konnten wir dieses Jubiläum im Kinderdorf feiern – mit allen Kindern, unseren Angestellten sowie einigen Gästen. Die KinderHilfe war und ist bis heute eine Erfolgsgeschichte. Wie kam es dazu?

Als ich vor drei Jahrzehnten mein „Patenkind“ auf den Philippinen besuchte, war das eine ernüchternde Erfahrung für mich. Von meinen Spenden kam nicht viel bei den Bedürftigen an. Wieder zurück in Deutschland, initiierte ich im ZDF einen Verein, um selbst ein Kinderdorf zu gründen und zu unterhalten.

Am 18. März 1986 konnten die ersten zwei Kinderhäuser sowie ein Verwaltungstrakt gebaut werden.Die beiden Kinderhäuser waren in Kürze belegt mit jeweils zehn bis zwölf Kindern, die von einer Hausmutter betreut wurden. Schnell lernte ich, dass die verhältnismäßig große Zahl von Kindern, die eine Betreuerin zu versorgen hatte, nur möglich war, weil die größeren Kinder auf die kleineren aufpassten und überall mithalfen. In den nächsten Jahren wurde das Childrensvillage auf neun Kinderhäuser erweitert. Ein Basketball- sowie ein Kinderspielplatz mit Rutschen und Schaukeln bieten heute den Kindern Gelegenheit in der Freizeit zu spielen.

Unser Ziel ist es, Sprösslingen aus verarmten, kinderreichen Familien zu helfen, aber auch Kindern, die vergewaltigt oder misshandelt wurden – vom Babyalter bis zur Phase des möglichen College-Abschlusses. Denn nur durch gute Ausbildung haben diese Kinder im Berufsleben eine Chance.

Die KinderHilfe unterstützt diese Bemühungen für bessere Bildung seit Jahren durch zahlreiche Neubauten von Kindergärten und Schulgebäuden, denn viele dieser Gebäude sind marode, zu erfolgreichem Lernen ungeeignet oder erst gar nicht vorhanden. Auch in diesem Bereich ihrer Tätigkeit ist die KinderHilfe sehr erfolgreich. Die Baumaßnahmen hatten übrigens einen sehr positiven Nebeneffekt. Wir konnten Mauerer, Zimmerleute, Spengler sowie Hilfskräften aus Padre Burgos und Umgebung beschäftigen. Sie konnten sich ein Einkommen erarbeiten, das half, ihre Familien zu ernähren.

Ein großes Problem für die ärmsten Familien ist das Gesundheitssystem der Philippinen. Dieses hilft den Betroffenen trotz vorhandener Krankenkasse nur wenig. Deshalb hat die KinderHilfe sich seit Jahren erfolgreich für kranke Kinder engagiert. Auch hier bleiben wir unserem Motto treu: „Mit wenig viel bewegen“. Dies war aber nur möglich, weil uns viele Ärzte in privaten Kliniken in Cebu und Tacloban helfen, in dem sie uns kein „Professional Fee“ für Ihre Leistungen berechnen.

Zwischenzeitlich hat die KinderHilfe einen so guten Namen, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern für unsere Patienten gesonderte „Charity-Konditionen“ zahlen. In all den Jahren war es uns möglich, bei über 200 Hasenscharten-OP‘s zu helfen. Auch viele Augenoperationen wie Katarakt, Glaukom, Entfernen von Fremdkörpern usw. konnten wir erfolgreich organisieren.

Aber natürlich könnten wir ohne die Spenden und ehrenamtliche Unterstützung aus Deutschland nichts bewirken. Dafür mein herzlicher Dank und die ebenso herzliche Bitte, die KinderHilfe weiterhin zu untersützen.

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