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KinderHilfe Philippinen e. V.

Was mit dem Besuch des ZDF-Mitarbeiters Jürgen Schneidt bei seinem Patenkind auf den Philippinen begann, wurde zu einer erfolgreichen Hilfsmission. 1985 gründete er die KinderHilfe Philippinen e.V., nachdem er feststellen musste, dass seine Spendengelder über eine andere Kinderhilfsorganisation nicht oder nur in geringem Maße effektiv bei seinem Patenkind angekommen waren. Er beschloss, nach effektiveren Wegen der Hilfe zu suchen.

Kinderdorf Padre Burgos

Das Kinderdorf Padre Burgos ist das umfassendste Projekt der KinderHilfe Philippinen e.V. Die Gemeinde Padre Burgos mit ca. 7000 Einwohnern liegt auf der Insel Leyte, etwa 1100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila. 1986 initiierte der Gründer der KinderHilfe Philippinen e.V. Jürgen Schneidt hier die Entstehung des Kinderdorfes.

Inzwischen gewährleistet die KinderHilfe Philippinen permanent 100 Kindern - darunter Waisen, behinderte, misshandelte, missbrauchte und bedürftige Kinder - einen sicheren Rahmen. Im Kinderdorf Padre Burgos werden den Kindern unter anderem tägliche Mahlzeiten, medizinische Grundversorgung, Betreuung und Schulbesuche ermöglicht. Aber auch das Umfeld der Kinder wird gefördert: der Ausbau der Infrastruktur durch einheimische Arbeitskräfte bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Menschen der unmittelbaren Region partizipieren von der geschaffenen Arbeit.

Die ersten Kinderhäuser entstanden aus Holz und Bambus, die Dächer waren aus Cogon-Gras. Sie waren stark in die Jahre gekommen, extreme Wetterbedingungen sowie starker Termitenbefall machten eine Renovierung notwendig. Nun sind alle Häuser für die ca. 80 Bewohner des Kinderdorfes aus massiven Baumaterialien und somit wesentlich sicherer in Fällen eines Taifuns oder Erdbebens.

Ende 2010 konnten die bisher geleasten Grundstücke gekauft werden. Arnil, ein Junge der im Kinderdorf aufwuchs, hier seine Ausbildung zum Architekten erhielt, erarbeitete als Volontär die Pläne für die neuen Häuser. In diesen Planungen standen das gemeinschaftliche Zusammenleben und spielerische Aktivitäten im Vordergrund und das Kinderdorf wurde zusätzlich um einen Kinderspielplatz mit Schaukeln und Rutschen ergänzt.

Medizinische Außenhilfe

Die KinderHilfe organisiert auch die medizinischer Behandlung bedürftiger Kinder, die nicht im Kinderdorf wohnen und deren Eltern mittellos sind. Die Hilfe erstreckt sich von der Organisation von Behandlungsterminen bis hin zur Ermöglichung schwierigen Operationen. Die Patienten kommen meist von weit her, stehen ohne Vorankündigung im Kinderdorf und bitten um Hilfe. Die KinderHilfe überprüft die Bedürftigkeit in jedem einzelnen Fall. Ist diese Prüfung erfolgt, finanziert sie die notwendigen ärztlichen Behandlungen in Krankenhäusern in Maasin, Tacloban oder Cebu, einschließlich Transport, Übernachtung, Verpflegung und Medikamente sowie anfallender Arzthonorare. Unter anderem hat Kinderhilfe über 200 Hasenscharten-Operationen veranlasst.

Außerdem wird die bedürftige Bevölkerung auch außerhalb des Krankenhauses durch die Rural-Health-Center regelmäßig mit notwendigen Medikamenten versorgt, die zum größten Teil von der KinderHilfe finanziert werden. Genesungsfördernde Mittel fürdie Kranken, wie Gehhilfen und Rollstühle, werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Infrastruktur

Die Kinderhilfe unterstützt auch die Verbesserung der ländlichen Infrastruktur rund um das Kindedorf. So zum Beispiel durch den Bau von Spielplätzen, Kindergärten, Schulen, Hauswirtschaftsschulen, ein Krankenhaus in Padre Burgos und auf der Insel Limasawa, inklusive der Ausstattung mit Laborgeräten und einem modernen Zahnarztstuhl.

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