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Tag der Pressefreiheit

Journalisten sollten offen berichten können, ohne sich in Gefahr zu bringen oder für ihre Arbeit bestraft zu werden. Darauf aufmerksam soll dieser besondere Tag aufmerksam machen.

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In Deutschland gibt es ein Gesetz, dass die Pressefreiheit schützt. Im Vergleich mit anderen Ländern landet Deutschland bei der Pressefreiheit auf Platz 11 von 180. Das zeigt, dass auch in Deutschland noch etwas getan werden muss. Zum Beispiel gab es im vergangenen Jahr 13 gewalttätige Angriffe auf Journalisten.

Erst am Freitag wurde ein Team des ZDF bei Dreharbeiten angegriffen, sechs von ihnen mussten sogar ins Krankenhaus. Außerdem berichten Journalistinnen und Journalisten in Deutschland häufig davon davon, verbal angegriffen, also zum Beispiel beschimpft zu werden - auch im Netz.

Wenn Journalisten eingeschüchtert oder bedroht werden, dann ist ihre Arbeit eingeschränkt. Experten fordern deshalb, dass die Arbeit der Journalisten auch in Deutschland noch besser geschützt wird.

Pressefreiheit und Corona

Zum Tag der Pressefreiheit am Sonntag haben viele Politiker und Verbände daran erinnert, wie wichtig eine freie Presse ist - besonders in der Coronakrise. Denn nur, wenn die Menschen durchgehend informiert werden, könne eine weitere Verbreitung des Virus verhindert werden, hieß es.

Journalisten berichten ja etwa, wenn es neue Corona-Maßnahmen, Erkenntnisse oder Empfehlungen von Experten gibt. Aber sie können auch hinterfragen, ob wirklich alle Maßnahmen sinnvoll sind und ob die Regierung richtig mit der Krise umgeht.

Verschiedene Zeitungen liegen übereinander
In Deutschland darf die Presse frei über alles berichten.
Quelle: dpa

Das geht aber nicht überall auf der Welt. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" berichtet, dass etwa in China Journalisten verschwunden oder festgenommen worden seien, die sich kritisch über die Zustände oder den Umgang der Regierung mit der Coronakrise geäußert hatten.

Auch in Brasilien ging die Regierung gegen Kritiker vor. In Ungarn und vielen anderen Ländern wurde die Pressefreiheit aufgrund der Coronakrise eingeschränkt. Experten warnen davor, dass die aktuelle Situation nur als Vorwand genutzt wird, um die Pressefreiheit einzuschränken und Journalistinnen und Journalisten zu unterdrücken.



Pressefreiheit in Gefahr

In vielen Ländern ist die Pressefreiheit aber noch viel stärker in Gefahr als in Deutschland. Zum Beispiel in China. Dort kontrollieren Politiker die Presse. Sie entscheiden, worüber Journalisten berichten dürfen und worüber nicht. Journalisten dürfen dort häufig nicht sagen, was sie denken.

In solchen Ländern kann es passieren, dass Journalisten ihre Texte und Filme nicht zeigen dürfen. Manchmal werden sogar Sender oder Zeitungen ganz verboten. Das nennt man Zensur. Wenn Politiker Journalisten zensieren, ist die Pressefreiheit in Gefahr. In manchen Ländern werden Journalisten sogar eingesperrt oder getötet.

Warum ist der Tag der Pressefreiheit am 3. Mai?

Pressefreiheit in Gefahr (2-3) -...
Eine Frau symbolisiert, dass nicht alle Menschen die Pressefreiheit haben
Quelle: ZDF

Der Internationale Tag der Pressefreiheit am 3. Mai hat mit der "Erklärung von Windhuk“ zu tun. Windhuk ist die Hauptstadt des afrikanischen Landes Namibia. Dort haben sich am 3. Mai 1991 afrikanische Journalisten und Chefs von Verlagen getroffen. Gemeinsam haben sie die "Erklärung von Windhuk“ geschrieben.

Darin steht, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht hat, über Ereignisse zu berichten. Dabei darf ihm niemand verbieten, bestimmte Dinge zu sagen. Der Internationale Tag der Pressefreiheit erinnert auch daran, dass manche Menschen versuchen, die Arbeit von Journalisten zu behindern.

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