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Wird Biden ersetzt?

Joe Bidens Auftritt beim TV-Duell gegen Donald Trump hat die Demokraten verunsichert. Kann der 81-Jährige als Präsidentschaftskandidat abgelöst werden? Analyse bei ZDFheute live

Videolänge:
35 min
Datum:
28.06.2024
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.06.2025

Es war ein Schlagabtausch, auf den vor allem US-Wähler gewartet haben: das erste TV-Duell zwischen den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und Donald Trump beim Sender CNN. Präsident Biden hat mit einem kraftlosen Auftritt Zweifel an seiner Eignung für das Amt befeuert. Während des rund 90 Minuten langen Schlagabtauschs verhaspelte er sich regelmäßig, sprach undeutlich, leise und mit rauer Stimme. Teilweise war es schwierig, dem mächtigsten Mann der Welt zu folgen.

Bidens republikanischer Kontrahent Trump fiel durch persönliche Attacken auf, verbreitete teilweise nachweislich Lügen. Trump ging laut einer Schnellumfrage des US-Senders dennoch als klarer Sieger aus dem Duell. Demnach votierten 67 Prozent der Befragten für den 78-Jährigen, nur 33 Prozent sahen den 81-jährigen Biden als Gewinner.

In der demokratischen Partei werden Forderungen laut, Biden kurzfristig zu ersetzen. Mehrere Namen sind im Umlauf – darunter der von Kamala Harris, derzeit US-Vizepräsidentin. Formell entscheidet der Nominierungsparteitag im August, wen die Demokraten ins Rennen ums Präsidentenamt schicken. Die Delegierten werden jedoch in Vorwahlen bestimmt, in denen sie sich darauf festlegen, welchen der parteiinternen Bewerber sie auf dem Parteitag unterstützen werden.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Biden den Weg frei macht für einen anderen Kandidaten? Kann er gezwungen werden, zurückzutreten? Wie ist die Stimmung bei Demokraten, Republikanern und unter den Wählern? Darüber spricht Alica Jung bei ZDFheute live mit USA-Korrespondentin Claudia Bates und Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook. Seid dabei und stellt Eure Fragen!

Bidens Gesundheit schon länger fraglich

Der Auftritt des US-Präsidenten ist nicht der erste dieser Art. Immer wieder sorgt Biden mit Verwechslungen und Versprechern für Aufsehen. Innerhalb einer Woche vertauschte er zum Beispiel den französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit einem seiner Vorgänger. Kurz darauf verwechselte Biden die frühere Kanzlerin Angela Merkel mit dem verstorbenen Ex-Regierungschef Helmut Kohl.

Auch wenn Kevin O’Connor, der Leibarzt des US-Präsidenten, ihm seine Diensttauglichkeit attestiert, hat die Öffentlichkeit Zweifel, ob ein Mann in seinem Alter für das Amt des Präsidenten geeignet sein kann. Der Abschlussbericht des Sonderermittlers Robert Hur, der zur Dokumenten-Affäre ermittelte, kam zu dem Schluss, dass Biden ein “Mann mit einem schlechten Gedächtnis“ sei, dem man keine böse Absicht nachweisen könne. Der US-Präsident verurteilte die Formulierung scharf.

Seinen politischen Gegner spielen Bidens Patzer in die Karten: Fast täglich verbreiten Republikaner Videos, in denen er verwirrt und senil wirkt. Auch Donald Trump nutzt Bidens unglückliche Auftritte für sich und stellt öffentlich seine geistige Verfassung und Eignung für das Präsidentenamt in Frage, obwohl er selbst, mit 78 Jahren, kaum jünger ist als Biden.

Mit Material von: AFP, dpa

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