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Interview

Nach Energiekrise : Habeck: 2023 wird "ein Jahr der Industrie"

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"Die Preise werden runtergehen", man werde den Industriestandort Deutschland sichern, sagt Wirtschaftsminister Habeck im ZDF. Die Regierung werde die Industrie nicht fallen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Habeck warnt davor, den Industriestandort Deutschland schlecht zu reden. Das kommende Jahr werde im Zeichen der Industrie stehen, so Habeck.

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6 min
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Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) warnt davor, den Industriestandort Deutschland schlechtzureden. Er beobachte "geradezu eine Lust am Beschreiben des Untergangs", sagt Habeck im ZDF heute journal. Die Bundesregierung werde sich entschlossen für den Standort Deutschland einsetzen. Zum Gas-Abkommen mit Katar steht der Grünen-Politiker - trotz Kritik von vielen Seiten.

Sehen Sie das ganze Interview oben im Video und lesen Sie es hier auszugsweise. Das sagt Robert Habeck ...

... zu den Befürchtungen und Ängsten der Industrie vor den hohen Energiepreisen?

"Wir haben natürlich die Lage sehr ernst analysiert, die Lage ist ja auch ernst und die Energiepreise drücken." Bezogen auf das Industrietreffen am Dienstag fügt Habeck hinzu: "Aber es gab auch einen klaren Blick nach vorne, eine Entschlossenheit, dass wir das, was wir im Jahr 2020 mit der Energieversorgung gemacht haben, im Jahr 2023 für die deutsche Wirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes und die Industrie tun."

Das letzte Jahr "war ein Jahr der Energiesicherheit", sagte Habeck und fügte hinzu:

Das nächste Jahr wird ein Jahr der Industrie werden. Die Preise werden runtergehen. Wir werden den Standort Deutschland sichern.
Robert Habeck

... zu der Rolle des Klimaschutzes in zukünftigen Wirtschaftsmodellen?

"Die Wirtschaft hat erkannt und will die Dekarbonisierung zu einem Geschäft und Erfolgsmodell für den deutschen Standort, für die deutsche Industrie machen." Weiterhin verweist Habeck auf das immense Investitionsprogramm Amerikas in alternative Energien: "Damit ist auch klar, jedem müsste jetzt klar sein, dass der Wettbewerb um die zukünftigen Märkte, über die Klimaneutralität der Produktionsweisen erfolgt. Das weiß die Wirtschaft - die muss ich nicht überzeugen."

Die Industrie wünscht sich vom Bundeswirtschaftsminister Klarheit und eine verlässliche Energiepolitik. Robert Habeck spricht von riesigen Herausforderungen zur Dekarbonisierung.

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2 min
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Habeck warnt davor, die momentane Situation zu dramatisieren: "Es gibt auf der anderen Seite geradezu eine Lust am Beschreiben des Untergangs." Das nütze aber niemandem etwas. Stattdessen brauche man die Haltung, Probleme zu lösen und Herausforderungen anzugehen und nicht den Standort schlechtzureden.

Wer glaubt, dass wir die Industrie in Deutschland fallen lassen, der hat die Rechnung ohne die Industrie, ohne die Innovationskraft der Industrie, aber mit Verlaub, auch ohne die Entschlossenheit der Bundesregierung gemacht. Das wird nicht passieren.
Robert Habeck

... zu den hohen Energiepreisen

"Selbstverständlich ist der Verlust von billigem russischem Gas für die Industrie und die Arbeitsplätze, die daran hängen, eine Herausforderung." Energie werde jetzt teurer.

Habeck glaubt aber nicht, dass die hohen Preise für Energie zu einem Wohlstandsverlust führen werden: "Da sage ich Nein, das tut es nicht." Die erneuerbaren Energien seien jetzt schon in den Produktionskosten günstiger als neue fossile Energien. "Sie werden also, wenn wir sie klug und großflächig einsetzen, zu einer sehr wettbewerbsfähigen Wirtschaft und zu einer günstigen Energieversorgung in Deutschland führen."

... zum Gas-Deal mit Katar

"Katar liefert jetzt Gas, das ist notwendig, weil aus Russland das Gas nicht mehr kommt." Die Notwendigkeit ergebe sich aus der Sachlage: "Wir brauchen eine Energie-Infrastruktur.

Das Abkommen würde fehlendes Gas nicht kompensieren, so Wirtschaftsexperte Marcel Fratzscher. Der Ausbau erneuerbarer Energien sei nötig, um Energie-Souveränität zurückzugewinnen.

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