Update am Morgen: Streik, Bildung und Weltfrauentag

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    Update am Morgen:Streik, Bildung und Weltfrauentag

    von Antje Pieper
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    Antje Pieper

    Guten Morgen,

    "Ausgerechnet am Weltfrauentag muss ich mir freinehmen, weil die Kita streikt!" Das sage doch alles, meinte gestern eine Kollegin zu mir, halb wütend, halb achselzuckend. Natürlich gibt es einen nachvollziehbaren Grund, warum gerade heute, an diesem symbolträchtigen Tag, gestreikt wird. Schließlich arbeiten vor allem Frauen in Kindertageseinrichtungen und werden dafür oft schlecht bezahlt.
    Eine gute und zuverlässige Kinderbetreuung ist aber für alle berufstätigen Mütter besonders wichtig, denn es sind eben dann doch oft sie, die bei Kita-Streiks et cetera wieder zu Hause bleiben. Meine Kollegin Katrin Lindner berichtet anlässlich des Weltfrauentages heute aus Brandenburg in unseren Nachrichtensendungen. Sie ist der Frage nachgegangen, woran es liegt, dass dort der Frauenanteil in Führungspositionen höher ist als in jedem anderen Bundesland.
    Professorin Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, erklärt:

    Frauen brauchen wunderbare Kitas und hochwertige Schulen und eine familiäre Umgebung, wo es selbstverständlich ist, dass sie auch arbeiten, das heißt, dass unbezahlte Arbeit auch geteilt wird.

    Professorin Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung

    In den ostdeutschen Bundesländern verweist sie auf die längere Tradition der Erwerbstätigkeit von Frauen und auf die gute Kinderbetreuung. Gute Kitas, gute Schulen, überhaupt Bildung als Grundstein zur Gleichstellung - da ist auch in Deutschland noch viel zu tun.
    Der Weltfrauentag ist für uns aber auch nochmal Anlass, auf Afghanistan zu blicken. Dass den Mädchen dort das Recht auf Schule abgesprochen wird, ist ein Verbrechen und durch nichts wieder gutzumachen, meint die ehemalige Lehrerin Farima Kohistani. Auf dieses Verbrechen muss die Welt weiter blicken - nicht nur an diesem 8. März.
    Einen bildungsreichen Weltfrauentag!
    Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Pro-ukrainische Gruppe hinter Explosionen? Die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines im Herbst 2022 haben aufgeregte Spekulationen über die Täter ausgelöst. Die US-Regierung geht unter anderem einem Medienbericht zufolge davon aus, dass eine pro-ukrainische Gruppe hinter der Sprengung steht.
    08.03.2023 | 1:33 min
    Lukaschenko bestätigt Sabotage an Flugzeug: Nachdem Berichte über Sabotage an einem russischen Flugzeug in Belarus Ende Februar zunächst dementiert wurden, hat der belarussische Präsident Lukaschenko den Zwischenfall nun doch bestätigt. Mehr als 20 Menschen seien deshalb festgenommen worden.
    Amnesty warnt vor Gefahren für Frauen im Ukraine-Krieg: Die Organisation hat anlässlich des Internationalen Frauentags zur Solidarität mit Frauen in der Ukraine aufgerufen. "Frauen stehen in diesem brutalen russischen Angriffskrieg immer wieder an vorderster Stelle", sagte die stellvertretende Generalsekretärin von Amnesty in Deutschland, Julia Duchrow.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Bundesweite Warnstreiks in Kitas und Sozialeinrichtungen: Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. In mehreren Städten finden Kundgebungen und Demonstrationen statt.
    Treffen der EU-Verteidigungsminister: Bei den Gesprächen soll es um die weitere Unterstützung der Ukraine und um Beschaffung von Munition gehen. Außerdem stehen Beratungen zu laufenden EU-Militäreinsätzen mit UN-Vertreterinnen- und Vertretern an.
    Guterres in Kiew: Der UN-Generalsekretär ist in der ukrainischen Hauptstadt zu Gast und trifft sich zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dabei soll es unter anderem um die Verlängerung des Getreideabkommens gehen, das am 18. März ausläuft.
    Aktuelle Corona-Zahlen und -Grafiken zur Situation in Ihrem Landkreis und zur allgemeinen Corona-Lage in Deutschland.

    Zahl des Tages

    Beachtliche 99 Prozent der Nordiren stimmten heute vor 50 Jahren dafür, in Großbritannien zu verbleiben. Allerdings fehlt der Zahl die Aussagekraft: Die Katholiken im Land boykottierten die Abstimmung, weil die britische Regierung ihre Glaubwürdigkeit unter den Katholiken verloren hatte. "Die Probleme waren zu tief, und so ein Referendum würde nichts Neues ans Licht bringen", erklärt Donal McKeown, der heute Bischof von Derry ist - der Stadt des "Bloody Sunday".
    Mehr dazu lesen Sie hier:

    Gesagt

    Schlagersängerin Peggy March wurde unter anderem durch ihren Hit "Mit 17 hat man noch Träume" bekannt. Heute wird die US-Amerikanerin 75 Jahre alt - und auch weit jenseits der 17 sagt sie:

    Man ist nie zu alt für Träume.

    Peggy March, Schlagersängerin

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden22.02.2024 | 1:44 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Mittwoch gibt es im Norden neben Sonne einzelne Schauer. Sonst bleibt der Himmel trüb und es regnet anhaltend. In der Mitte fällt teils bis in tiefe Lagen Schnee. Im Süden weht ein starker, auf den Bergen stürmischer Südwestwind. Die Höchsttemperatur liegt im Norden zwischen 0 und 5 Grad, im Süden werden 5 bis 12 Grad erreicht.
    Das Wetter am Mittwoch 08.03.2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Anna Grösch
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