Nahrungsergänzungsmittel-Trend:Mikronährstoffe: Sinnvoll oder Hype?
Mikronährstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sollen uns fitter, konzentrierter und überhaupt gesünder machen. Doch braucht es die Mittel dafür oder reicht eine gesunde Ernährung?
Was sind Mikronährstoffe und wie nehmen wir sie auf?
Echte Mangelerscheinungen sind in Deutschland selten.
Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin und Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Mehr ist nicht immer besser
Nahrungsergänzungsmittel sind eine Ergänzung. Sie können bestimmte Lebensmittel und eine gesunde Ernährung nicht ersetzen.
Sabine Holzäpfel, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
So sieht eine ausgewogene Ernährung aus
Zink: Haferflocken, Linsen, Roggenvollkornbrot, Käse, Milch, Hühnerei, Geflügelfleisch
Selen: Pilze, Kohl, Linsen, Spargel, Zwiebelgemüse, Lauch. Auch Paranüsse liefern Selen, allerdings sollten wegen der Strahlenbelastung nicht mehr als zwei Nüsse pro Tag gegessen werden, so das Bundesamt für Strahlenschutz.
Vitamin D: Ausreichend Bewegung - am besten im Freien - regt vor allem in den Sommermonaten die körpereigene Vitamin-D-Produktion an.
Symptome von Mangelerscheinungen
Werbung kritisch hinterfragen
- Wunderheilwirkungen oder -versprechen
- Schlankheitsversprechen
- Formulierungen, die Kaufdruck auslösen wie "Jetzt im Angebot" oder "Fast ausverkauft"
- Werbeaussagen wie "Über das Essen können wir nicht genug Nährstoffe aufnehmen" oder "Unsere Böden sind ausgelaugt und liefern nicht mehr genug Nährstoffe"