Pokal-Aus gegen RB Leipzig: BVB im Selbstbeschimpfungsmodus

    Nach dem Pokal-Aus gegen Leipzig:Der BVB im Selbstbeschimpfungsmodus

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    Erst das 2:4 in der Bundesliga gegen Bayern, nun das Pokal-Aus: Borussia Dortmund hat Tage des Schreckens hinter sich - und in der Liga die nächste schwere Aufgabe vor sich.

    Im DFB-Pokal Viertelfinale gewinnt RB Leipzig gegen Borussia Dortmund mit 2:0. Die Leipziger im Halbfinale und der BVB ist raus. Die zweite Große Enttäuschung für die Dortmunder diese Woche.06.04.2023 | 1:31 min
    Edin Terzic war bedient. Es sei ein richtiger "scheiß Abend", schimpfte der Trainer von Borussia Dortmund. Sportdirektor Sebastian Kehl holte nach dem sang- und klanglosen Abschied aus dem DFB-Pokal gar zur harschen Generalkritik aus:

    Das war das Schlechteste, was ich seit geraumer Zeit von uns gesehen habe.

    BVB-Trainer-Edin Terzic

    Terzic sieht Meisterschaft endgültig in Gefahr

    Die Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit, beim 0:2 (0:1) im Viertelfinale bei Titelverteidiger RB Leipzig sei "unerklärlich", die Mannschaft "verunsichert und immer einen Schritt zu spät" gewesen, kurzum: "In allen Belangen viel zu wenig", so das harte Urteil von Sportdirektor Kehl.
    Doch durch die bittere Pleite verpuffte nicht nur die Chance auf den Pokal - Trainer Terzic sieht nach der schwachen Vorstellung auch die letzte noch verbliebene Titel-Hoffnung in Gefahr.

    BVB chancenlos in Leipzig

    Das Wort "Meister" ging dem BVB-Coach nach dem verpassten Halbfinale und dem schmerzhaften 2:4 am vergangenen Wochenende in der Bundesliga bei Bayern München jedenfalls nicht über die Lippen.
    Wenn man sich die Auftritte in den beiden Spielen anschaue, sagte Terzic, "dann wäre es schon eher vermessen, darüber zu sprechen". Denn in der Red Bull Arena hatten die bis vor kurzem noch so selbstbewussten Dortmunder dem Vorjahressieger nicht viel entgegenzusetzen.

    Kobel verhindert Schlimmeres für BVB

    Ein "katastrophales Spiel in der ersten Halbzeit", sagte Terzic, gar "aufgefressen" habe Leipzig den BVB, stellte der erneut unauffällige Kapitän Marco Reus ernüchtert im ZDF fest. Dass es zur Pause nur 0:1 nach einem Tor von Timo Werner (22.) stand, hatte der BVB vor allem Gregor Kobel, dem Unglücksraben von München, zu verdanken, der gleich mehrmals eingreifen musste.
    Als Willi Orban nach einem Konter in der achten Minute der Nachspielzeit ins leere Tor traf, hatte der Schweizer vorne in letzter Sekunde noch versucht, zu unterstützen.

    Rätselhafter Einbruch

    Den Keeper, der mit einem schweren Patzer die Pleite bei den Bayern eingeleitet hatte, nahm Terzic bei seiner Kritik aus. Kobel habe in Leipzig "eindrucksvoll bewiesen", dass ihn dieser Vorfall "nicht beeinflusst" habe.
    Dem Rest der Mannschaft schien der schmerzhafte Sturz von der Tabellenspitze hingegen noch in den Knochen zu stecken, auch wenn Kehl versicherte, dass die Spieler einen "sehr gefestigten Eindruck gemacht" hätten.

    Nächste schwere Aufgabe: Union Berlin

    "Die Niederlage in München war bitter, aber dass wir so eine erste Halbzeit spielen, ist nicht zu erklären. Das wird uns ein paar Tage beschäftigen und nachdenklich machen", sagte Kehl.
    Viel Zeit, den zweiten Nackenschlag in Folge aufzuarbeiten, bleibt dem BVB nicht. Am Samstag (15.30 Uhr) geht es in der Liga gegen Union Berlin weiter.

    Viertelfinale im DFB-Pokal
    :SC Freiburg bezwingt die Bayern

    Der SC Freiburg hat die Überraschung geschafft und steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Breisgauer boten dem FC Bayern die Stirn und siegten in München mit 2:1.
    Freiburgs Nicolas Höfler (vorne r) jubelt mit Teamkollege Ritsu Doan (M) nach seinem Treffer zum 1:1
    mit Video
    Quelle: SID

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