Bundesliga: Testphase zu Schiedsrichter-Durchsagen startet
FAQ
Testphase in Bundesliga startet:Schiedsrichter-Durchsagen: Darum geht es
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An diesem Wochenende beginnt in Bundesliga und 2. Liga die Testphase für Schiedsrichter-Durchsagen nach Eingriff des Video-Assistenten. Darum geht es - ein Überblick.
Schiedsrichter Max Burda prüft per Video-Assistent (VAR) die Szene vor dem Strafstoß. In der Testphase sollen die Unparteiischen ihre Entscheidung dann im Stadion verkünden.
Quelle: dpa
Ab diesem Wochenende startet in der Fußball-Bundesliga und 2. Liga die von DFL und DFB beschlossene Testphase mit Durchsagen der Schiedsrichter zur Erklärung nach Eingriffen des Video-Assistenten (VAR). Die Unparteiischen werden per Stadion-Durchsagen Entscheidungen nach Eingriff des Video-Assistenten erklären.
Die von der DFL-Kommission Fußball initiierte Pilotphase orientiert sich an dem Vorbild der US-Football-Liga NFL. Mit den Durchsagen soll die Transparenz für die Zuschauer und das Verständnis für die Schiedsrichter-Entscheidung erhöht werden.
Die Pilotphase ist in dieser Saison zunächst auf neun Stadien beschränkt und soll bis Saisonende 67 Spiele umfassen. An diesem 20. Spieltag kommt die Neuerung bei fünf Partien zum Einsatz. Ein Überblick:
In welchen Stadien gibt es Schiri-Durchsagen?
Ausgewählt für die Testphase in dieser Saison wurden die Stadien in München, Dortmund, Frankfurt, Freiburg, Leipzig, St. Pauli, Hamburg, Düsseldorf und Magdeburg.
Wo kommt die Neuerung am 20. Spieltag zum Einsatz?
Am 20. Spieltag kommt die Neuerung - falls nötig - bei fünf Partien in 2. Liga und Bundesliga zum Einsatz:
- Fortuna Düsseldorf - SSV Ulm (Samstag 13 Uhr) - Bayern München - Holstein Kiel (Samstag, 15:30 Uhr) - FC St. Pauli - FC Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr) - Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg (Sonntag, 15:30 Uhr) - Bayer Leverkusen - TSG Hoffenheim (Sonntag, 17:30 Uhr)
Wann meldet sich der Schiedsrichter zu Wort?
Der Referee wird sich in zwei Fällen über die Lautsprecher zu Wort melden: Wenn er für die Überprüfung einer Entscheidung am Monitor war oder wenn er eine Entscheidung nach VAR-Eingriff ändert.
Per Knopfdruck kann der Schiedsrichter hierfür sein Headset freigeben und ist dann über die Stadionlautsprecher ebenso zu hören wie im Live-Fernsehbild. Er informiert über die überprüfte Szene, das Ergebnis der Überprüfung sowie die finale Entscheidung. Die Dauer der Spielunterbrechung soll sich bestenfalls nur "etwas verlängern". Die Referees wurden in mehreren Trainingslagern vorbereitet.
Was soll die Neuerung bringen?
In erster Linie geht es um mehr Transparenz für die Zuschauer in den Stadien, für die die Eingriffe des Videoassistenten bislang oft wenig nachvollziehbar waren. Stadiondurchsagen sollen diesem Informationsdefizit vor Ort entgegenwirken und für mehr Verständnis sorgen. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl als Mitglied der fürs das Pilotprojekt zuständigen DFL-Kommission Fußball sagte:
Wir finden, dass dieses Announcement für die Transparenz im Stadion und für das Verständnis für den Schiedsrichter ein Fortschritt sein kann.
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Max Eberl, Mitglied DFL-Kommission
In den für die Testphase ausgewählten Stadien wird vor den Spielen ein 60-sekündiger Erklär-Clip laufen. Zusätzlich soll wie bisher die Video-Assist-Grafik mit den bekannten Textbausteinen "Situation - Überprüfung - Entscheidung" auf den Leinwänden angezeigt werden.
Wie sind die Reaktionen der Schiedsrichter?
VAR-Chef Jochen Drees macht keinen Hehl daraus, dass nicht alle Schiedsrichter begeistert von der Neuerung waren. "Es ist ungewohntes Terrain für sie, wir mussten Überzeugungsarbeit leisten - aber nun stehen alle Betroffenen dem Ganzen offen gegenüber", sagte der Ex-Referee: "Es gehört ab jetzt zum Teil des Schiedsrichter-Profils."
Sorgen bereiten vor allem technische Ausfälle oder Versprecher in Kombination mit einem anschließenden Shitstorm in den Sozialen Netzwerken. So sieht etwa der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Frank Willenborg das Projekt mit gemischten Gefühlen. "Man sollte es versuchen, die Arbeit des VAR transparenter zu machen, sodass der Zuschauer, vor allem im Stadion, mehr Klarheit gewinnt", sagte der 45-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gleichzeitig hat Willenborg aber auch großen Respekt.
Vor bis zu 80.000 Zuschauern zu sprechen, ist wohl für jeden Schiedsrichter absolutes Neuland und erhöht auch den Druck.
„
Frank Willenborg, Bundesliga-Schiedsrichter
Willenborg weiter: "Ich bin persönlich gespannt auf meinen ersten Versprecher. Diese Gefahr ist da und ich möchte auch mal sehen, wie die Zuschauer reagieren."
Wie geht es nach der Testphase weiter?
Das ist derzeit noch völlig offen. Nach Ablauf der Testphase in den neun Stadien soll es "eine umfassende Evaluation" des Projekts geben. Erst danach wird eine Entscheidung für die kommende Spielzeit getroffen.
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Quelle: Reuters
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