Gosens für Raum nachnominiert:Nagelsmann bricht die halbe Startelf weg
Mit David Raum muss der Bundestrainer für die Nations-League den vierten kurzfristigen Ausfall kompensieren, den sechsten insgesamt. Für Robin Gosens gibt es ein Comeback.
So schade es ist: Wir freuen uns jetzt sehr darauf, unsere neuen Spieler im Kreis der Mannschaft und im Training zu erleben.
Bundestrainer Nagelsmann
Gosens für Raum nachnominiert
Raum der vierte kurzfristige DFB-Ausfall
Torhüter:
Oliver Baumann (34, TSG Hoffenheim): Im September 2020 war der Schlussmann vom damaligen Bundestrainer Löw schon einmal nominiert worden, gespielt hat Baumann für die DFB-Elf aber noch nicht. Das ändert sich jetzt: Baumann, der 467 Bundesliga-Spiele für Freiburg und Hoffenheim absolviert hat, bekam von Bundestrainer Nagelsmann eine Einsatzgarantie: Die habe er sich "verdient", so Nagelsmann. Für den Routinier geht ein "Riesentraum" in Erfüllung. Ob er beide Spiele bekommen wird, ist offen.
Alexander Nübel (28, VfB Stuttgart): Kaum ein anderer Torhüter kann sich so gut in die verletzte Nummer eins Marc-Andre ter Stegen hineinversetzen wie Nübel: An Manuel Neuer kam er ebenso wenig vorbei wie ter Stegen. Jetzt ist Neuer weg, ter Stegen verletzt - und Nübel, verlässliche Kraft beim VfB, könnte spielen.
Janis Blaswich (33, RB Salzburg): Blaswich kehrt ins DFB-Team zurück - auch, weil Bernd Leno mangels Einsatzchancen lieber beim FC Fulham trainiert. Blaswich war bereits im vergangenen November dabei, damals noch als Leipziger. Für einen Einsatz hat es aber auch für ihn bislang noch nicht gereicht.
Stürmer:
Jonathan Burkardt (24/FSV Mainz 05): Bo Henriksen sagt über seinen Stürmer: "Er ist eine Maschine, im Eins-gegen-eins und im Strafraum sehr, sehr gut, ein unglaublicher Stürmer." Das hat auch Nagelsmann erkannt. Nach 45 Junioren-Länderspielen darf der Mainzer Kapitän nun auch im A-Team vorspielen.
Tim Kleindienst (29, Borussia Mönchengladbach): Im reifen Fußballer-Alter von 29 Jahren und nach Profistationen in Cottbus, Freiburg, Gent, Heidenheim sowie nun Gladbach sei die Berufung "etwas unfassbar Schönes", sagte Kleindienst. Er bescheinigt sich eine gewisse "Drecksack-Mentalität" - und verkörpert damit genau das, was Niclas Füllkrug ausmacht, den er ersetzen soll.
Jamie Leweling (23, VfB Stuttgart): Vor vier Jahren schien der Sohn eines Ghanaers für den DFB schon verloren zu sein. Der damalige Fürther, geboren in Nürnberg, wurde für die Afrika-Cup-Quali gegen Sudan nominiert, Ghanas Trainer schwärmte von einem "jungen Mann, dessen Name in aller Munde" sei. Doch Leweling sagte ab, knapp ein Jahr später debütierte er für die deutsche U21. Seither hat sich der Rechtsaußen "kontinuierlich entwickelt", wie sein Trainer Sebastian Hoeneß betont. Seine Stärken? "Torgefährlichkeit, Schnelligkeit, Körperlichkeit" - kurz: Er ist "sehr schwer zu verteidigen".