Copa America in den USA: Messis letzter Tanz für Argentinien?
Copa America in den USA:Messis letzter Tanz für Argentinien?
von Tobias Käufer
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Bei der Copa America in den USA greift Lionel Messi einmal mehr nach der kontinentalen Krone. Es könnte sein letztes großes Turnier im argentinischen Trikot werden.
Lionel Messi im Spiel gegen Kanada bei der Copa America.
Quelle: Imago
Lionel Messi ist omnipräsent: Überlebensgroß strahlt er als Werbefigur von den Wolkenkratzern in Atlanta oder auf den Trikots der vielen tausend Argentinier, die rund um das Eröffnungsspiel die Downtown der Olympiastadt von 1996 dominierten. Als der Rekordweltfußballer schließlich den Rasen des hochmodernen Stadions betrat, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr.
Mit einem 2:0 (0:0) über Kanada mit Bayern-Star Alphonso Davies ist Argentinien in der Nacht zum Freitag in das Turnier gestartet. Messi selbst zauberte mit Traumpässen, konnte aber zwei Sololäufe aufs Tor nicht erfolgreich abschließen. Julian Alvarez (49.) und Lautaro Martínez (88.) trafen für den Favoriten.
Messi, Busquets, Suarez: Das MLS-Team Inter Miami setzt auf gealterte Topstars. Sie sollen der US-Liga vor der WM 2026 einen Push geben. Aber ist diese Strategie auch nachhaltig?14.03.2024 | 16:25 min
Spekulationen um Messi und di Maria
Rund um den Weltstar aber reißen die Spekulationen nicht ab, dass diese Fußball-Südamerikameisterschaft, die wegen einer strategischen Partnerschaft mit dem nord-, mittelamerikanischen und karibischen Fußballverband CONCACAF zu einer kompletten Amerika-Meisterschaft ausgeweitet wurde, das letzte große Turnier von "La Pulga" und seinem kongenialen Partner Angel Di Maria im Nationaltrikot werden könnte. Spekulationen, die Weltmeister-Trainer Lionel Scaloni nicht so recht passen:
Es macht keinen Sinn, jetzt darüber nachzudenken, wann Messi und Di Maria gehen werden. Genießen wir sie jetzt.
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Lionel Scaloni, Argentinien-Trainer
Argentinien im Höhenflug
Der Titel-Höhenflug der Argentinier begann vor drei Jahren mit dem Gewinn bei der Corona-Auflage der Copa America im Finale gegen die Gastgeber im Maracana-Stadion in Brasilien. Es war der erste große Titel für Messi überhaupt im argentinischen Trikot. Es folgte ein gutes Jahr später die historische Weltmeisterschaft in Katar.
Am kommenden Dienstag, ein Tag nachdem Argentinien in seiner sportlichen Wahlheimat auf Chile trifft, wird Messi 37 Jahre alt. Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko 2026 würde er sogar seinen 39. Geburtstag feiern.
Fußball-Euphorie in den USA
Viel wird davon abhängen, wie das älteste Nationenturnier der Welt in den USA laufen wird. Die Fußball-Euphorie insbesondere unter den lateinamerikanischen Fans ist riesig, die Hispanics machen mit rund 63 Millionen Menschen bereits ein Fünftel der US-Bevölkerung aus. Viele brennen darauf, die Nationalmannschaft aus dem Land ihrer Wurzeln vor Ort anzufeuern. Bereits über eine Million Tickets zu durchaus stolzen Preisen sind verkauft.
Über allem aber steht die Figur Lionel Messi. Und die bange Frage der argentinischen Fans, ob es vielleicht sein letzter Tanz werden könnte. "Wir haben die Chance, den besten Spieler der Welt, unseren Kapitän, nicht nur zu haben, sondern ihn auch zu genießen“, sagte Verbandschef Claudio "Chiqui" Tapia vor wenigen Tagen vor einem Testspiel in Miami. "Und genau das werden wir heute tun, dann bei der Copa America, und dann werden wir sehen, was passiert. Das ist eine Entscheidung, die er alleine treffen muss."
Erwartungen an Messi groß
Zwischen den Zeilen klingt sowohl beim Trainer als auch beim Präsidenten durch, dass Messi mit sich und dieser Entscheidung ringt, sie vielleicht sogar schon getroffen hat. Die Frage, die sich Messi selber stellen wird und auch muss, ist die, ob er angesichts seines fortgeschrittenen Alters und einem Liga-Alltag in den USA, der ihn nicht mehr wie in Paris oder Barcelona auf dem allerhöchsten Niveau fordert, in zwei Jahren beim WM-Turnier noch in einer physischen Verfassung sein kann, die ein ganzes Land stets von ihm einfordert.
Die Erwartungshaltung ist nach zwei argentinischen Turniererfolgen riesig. Das Argentinien auch mal wieder ein Turnier nicht gewinnt, scheint für viele argentinische Fans in Dauereuphorie undenkbar. Mindestens einmal will Messi noch mal den Pokal hochhalten. Und wenn möglich in einem Traumfinale in Miami gegen Brasilien am 14. Juli. Vielleicht zum letzten Mal im weiß-blauen Trikot.
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