Sie sind hier:

NATO

Die NATO ist ein Zusammenschluss aus 29 Ländern, die sich untereinander unterstützen. Aber es gibt auch Kritik an der NATO.

Datum:

Die NATO ist ein Militärbündnis. Die Mitgliedsländer der NATO haben sich verpflichtet, einander zu helfen, wenn ein NATO-Mitgliedsland angegriffen würde. Wenn also Deutschland angegriffen würde, würden die anderen NATO-Länder Soldaten schicken, um Deutschland zu helfen. Damit das auch wirklich klappt, falls es einmal nötig wäre, üben Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen NATO-Ländern regelmäßig gemeinsam, sich zu verteidigen. Auch achten die NATO-Länder darauf, dass die einzelnen Armeen ähnliche oder gleiche Waffen anschaffen. Denn so können die Länder Waffen und Munition einfacher untereinander austauschen.

Bundeswehrsoldaten unter NATO-Flagge
Bundeswehrsoldaten mit der NATO-Flagge
Quelle: dpa

Zur NATO gehören folgende 29 Länder:

Nord-Atlantik-Bündnis

Gegründet wurde die NATO am 4. April 1949 - also vor 70 Jahren. NATO ist die Abkürzung des englischen Begriffes "North Atlantic Treaty Organization". Übersetzt heißt das so viel wie: "Organisation des Nord-Atlantik-Pakts". Nord-Atlantik-Pakt deshalb, weil sich in der NATO ursprünglich nur Länder aus Westeuropa und Nordamerika zusammengetan hatten. Und zwischen ihnen liegt der Nordatlantik.

Gegründet wurde die NATO, weil es zwischen den USA im Westen und der Sowjetunion mit Russland im Osten der Welt eine große Feindschaft gab. Beide haben jeweils viele andere Länder auf ihre Seite gezogen, indem sie mit ihnen Bündnisse schlossen. Die USA mit der NATO und die Sowjetunion mit dem Warschauer Pakt. Beide Seiten befürchteten, dass sie von der jeweils anderen Seite angegriffen werden könnten und wollten sich mit den Bündnissen schützen.

Neue Aufgaben für die NATO

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Beziehung zwischen den Ländern des Westens und des Ostens wieder verbessert und die Lage hat sich entspannt. Der Warschauer Pakt wurde 1991 aufgelöst und einige Länder aus dem Osten sind Mitglied in der NATO geworden. Heute geht es der NATO noch immer um die Sicherheit der verbündeten Länder. Sie kann aber zum Beispiel auch von den Vereinten Nationen (UN), einem Zusammenschluss fast aller Länder weltweit, beauftragt werden, in einem Krisengebiet für Frieden zu sorgen.

Kritik an der NATO

Erster Kritikpunkt

Einige Kritikerinnen und Kritiker sagen, dass die NATO nicht mehr nötig sei, weil es die Feindschaften von damals heute so nicht mehr gibt. Denn die Beziehungen der Länder des Westens und des Ostens haben sich ja verbessert. Aber anstatt sich aufzulösen, hat die NATO weitere Länder aufgenommen. Darunter auch Länder, die früher zur Sowjetunion gehörten. Estland, Lettland und Litauen sind nun also nicht mehr Verbündete von Russland, sondern Teil der NATO. Russland gefällt das gar nicht – und das führte auch dazu, dass sich das Verhältnis zwischen Russland und den Ländern der NATO wieder verschlechtert.

Zweiter Kritikpunkt

Andere Kritikerinnen und Kritiker sagen, dass Frieden nicht mit Hilfe des Militärs erreicht werden könne. Auch wenn die NATO-Länder zurzeit keinen Krieg führten, seien sie generell bereit, Gewalt zur Lösung von Konflikten einzusetzen. Sie finden auch, dass viele der NATO-Mitgliedsländer zu viel Geld für ihr Militär ausgeben, statt es in andere wichtige Bereiche zu stecken.

Dass in der NATO mittlerweile auch einige Länder aus dem Osten Mitglied sind, die zuvor im Warschauer Pakt organisiert waren, hat zudem für viele Diskussionen gesorgt. Vor allem in Russland waren viele Politiker nicht mit dieser Entwicklung einverstanden. Sie fühlen sich dadurch bedroht.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!