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Die NATO: 30 Länder sind dabei

Die NATO-Länder unterstützen sich untereinander. Aber es gibt auch Kritik an diesem Bündnis. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über die NATO wissen müsst.

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Die NATO ist ein Militärbündnis. Die Mitgliedsländer der NATO haben sich verpflichtet, einander zu helfen, wenn ein NATO-Mitgliedsland angegriffen würde. Wenn also Deutschland angegriffen würde, würden die anderen NATO-Länder Soldaten schicken, um Deutschland zu helfen.

Damit das auch wirklich klappt, falls es einmal nötig wäre, üben Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen NATO-Ländern regelmäßig gemeinsam, sich zu verteidigen. Auch achten die NATO-Länder darauf, dass die einzelnen Armeen ähnliche oder gleiche Waffen anschaffen. Denn so können die Länder Waffen und Munition einfacher untereinander austauschen.

Bundeswehrsoldaten unter NATO-Flagge
Bundeswehrsoldaten mit der NATO-Flagge
Quelle: dpa

Diese 30 Länder gehören zur NATO:

USA, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Griechenland, die Türkei, Deutschland, Spanien, Polen, die Tschechische Republik, Ungarn, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Albanien, Kroatien, Montenegro und Nordmazedonien.

Nord-Atlantik-Bündnis

Gegründet wurde die NATO am 4. April 1949 - also vor etwa 70 Jahren. NATO ist die Abkürzung des englischen Begriffes "North Atlantic Treaty Organization". Übersetzt heißt das so viel wie: "Organisation des Nord-Atlantik-Pakts". Nord-Atlantik-Pakt deshalb, weil sich in der NATO ursprünglich nur Länder aus Westeuropa und Nordamerika zusammengetan hatten. Und zwischen ihnen liegt der Nordatlantik.

Gegründet wurde die NATO, weil es zwischen den USA im Westen und der Sowjetunion mit Russland im Osten der Welt eine große Feindschaft gab. Beide haben jeweils viele andere Länder auf ihre Seite gezogen, indem sie mit ihnen Bündnisse schlossen. Die USA mit der NATO und die Sowjetunion mit dem Warschauer Pakt. Beide Seiten befürchteten, dass sie von der jeweils anderen Seite angegriffen werden könnten und wollten sich mit den Bündnissen schützen.

logo! - NATO  

Das steckt hinter dem Begriff.

Videolänge

Neue Aufgaben für die NATO

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Beziehung zwischen den Ländern des Westens und des Ostens verbessert. Der Warschauer Pakt wurde 1991 aufgelöst und einige Länder aus dem Osten sind Mitglied in der NATO geworden.

Heute geht es der NATO noch immer um die Sicherheit der verbündeten Länder. Sie kann aber zum Beispiel auch von den Vereinten Nationen (UN), einem Zusammenschluss fast aller Länder weltweit, beauftragt werden, in einem Krisengebiet für Frieden zu sorgen.

Kritik an der NATO

Erster Kritikpunkt

Die NATO hat in den vergangenen Jahren Länder aufgenommen, die früher zur Sowjetunion und zum Warschauer Pakt gehörten. Estland, Lettland und Litauen sind nun also nicht mehr Verbündete von Russland, sondern Teil der NATO. Einige kritisieren, dass die NATO Russland so provoziert und dass das Verhältnis zwischen Russland und den Ländern der NATO dadurch schlechter geworden ist. Russland fühle sich dadurch bedroht. Denn diese Nachbarländer Russlands haben nun die mächtige NATO auf ihrer Seite.

Zweiter Kritikpunkt

Andere Kritikerinnen und Kritiker sagen, dass Frieden nicht mit Hilfe des Militärs erreicht werden könne. Auch wenn die NATO-Länder zurzeit keinen Krieg führten, seien sie generell bereit, Gewalt zur Lösung von Konflikten einzusetzen. Sie finden auch, dass viele der NATO-Mitgliedsländer zu viel Geld für ihr Militär ausgeben, statt es in andere wichtige Bereiche zu stecken.

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